Familie mit sechs Kindern obdachlos

Brand zerstört Wohnung

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Geschockt, aber unverletzt: achtköpfige Familie nach Feuer in der Alfred-Delp-Straße obdachlos. Polizei geht von einem technischen Defekt im Bad als Unglücksursache aus. Dichter Rauch quoll den Einsatzkräften aus allen Fenstern des Hauses entgegen. Die Bewohner hatten sich zum Glück rechtzeitig retten können.

Ober-Roden - Ein Brand in der Alfred-Delp-Straße hat eine Familie mit sechs Kindern obdachlos gemacht. Das Feuer war am Donnerstag um 18.51 Uhr im Bad eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen und griff auf den Flur über. Von Michael Löw

Die Wohnung im Erdgeschoss ist völlig verqualmt und vorläufig unbrauchbar. Die Feuerwehr Ober-Roden war am frühen Donnerstagabend zunächst zu einem Unfall alarmiert worden. Noch während der Rückfahrt zur Wache wurde der zweite Alarm ausgelöst. In der Alfred-Delp-Straße brannte die Parterrewohnung. Als die Feuerwehr eintraf, drang dichter Rauch aus allen Fenstern des Hauses.

Stadtbrandinspektor Herbert Weber schickte mehrere Trupps unter Atemschutz ins Haus. Ihre Aufgabe: den Brandherd lokalisieren und die Räume nach Menschen durchsuchen. Zum Glück konnten sich die Eltern (33 und 31 Jahre) mit ihren Kindern im Alter zwischen fünf Monaten und zehn Jahren rechtzeitig ins Freie retten. Verletzt wurde niemand, doch den Leuten blieb nur, was sie auf dem Leib trugen. Die Familie hatte nach Auskunft des Ersten Stadtrats Jörg Rotter keine Versicherung: „Da stehen Menschen vor dem Nichts!“

Video: Übung in der Feuerhölle

Die geschockte Familie verbrachte die Nacht bei Verwandten in Dietzenbach. Gestern zog sie in eine städtische Notunterkunft, die mit zweieinhalb Zimmern allerdings viel zu klein ist. Am Montag kann sie in eine 110-Quadratmeter große Wohnung wechseln, die Rotter mit Hilfe von Peter Matteo aus Waldacker gefunden hat.

Die Kripo geht nach den bisherigen Ermittlungen von einem technischen Defekt im Bad aus, teilte Polizeisprecher Rudi Neu gestern auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Der Gebäudeschaden beläuft sich auf 50.000 Euro. Die Feuerwehr war mit 30 Frauen und Männern im Einsatz, auf der Wache standen noch zahlreiche Kräfte in Bereitschaft.

Quelle: op-online.de

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