Breidert-Born aufgehübscht

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Nur wenige hundert Meter vom Schillerwald entfernt, konnten Maiwanderer auch am frisch herausgeputzten Platz rund ums Braaret Bernsche eine schattige Rast einlegen.

Ober-Roden (chz) - „Wir geben es ja zu, dass wir ein klein wenig stolz darauf sind, es geschafft zu haben, das Braaret-Bernsche und sein Umfeld wieder so herzurichten, dass wir zum Brunnenfest einladen konnten.“ Die Initiative „Wir sind Breidert“ hat den Brunnen wieder aufgehübscht.

Die Initiative „Wir sind Breidert“ und da allen voran das Macherteam um Karlheinz Weber kann zu Recht stolz sein, dass sie gemeinsam mit vielen Helfern, unter anderem auch von den Kerbburschen, dem Heimat- und Geschichtsverein oder dem Schuljahrgang 1936/37, das Kleinod aus seinem Dornröschenschlaf geweckt haben.

Der in Stein gefasste Brunnen, Breidert-Born, wie er wohl hochdeutsch heißen würde, liegt am Waldeingang gut hundert Meter südlich der Kreuzung von Dürer- und Thomastraße. Einst war es ein sprudelnder Quell, ein Labsal für Mensch und Tier, dem man nachsagte, dass von dort die Rödermärker Babys kämen. Nach dem Bauboom in Ober-Rodens Süden und dem Bau der Bundesstraße, wodurch der Grundwasserspiegel sich senkte, versiegte die Quelle. Trocken ist sie nun immer noch, denn auch Experten haben dem emsigen Handwerkerteam erläutert, dass es keinen Sinn macht, den Brunnen wieder zum Fließen zu bringen.

Eingang wurde gedreht

Doch nun ist die Quelle nun nicht mehr zugewachsen, der gesamte Platz darum herum – auf dem sich auch die Kerbburschen 1982/83 mit einer Gedenktafel verewigt haben – ist schmuck aufgeräumt und vor allem der Holzpavillon ist wieder auf Vordermann gebracht.

Viele grobe Zerstörungen gaben den Ausschlag dafür, dass nun der Eingang gedreht wurde und der kleine Pavillon jetzt sogar rollstuhlgerecht ist – zur Freude des Seniorenbeiratsvorsitzenden Heinz Weber. Eine kräftige Holzbank lädt zum Verweilen auf dem schattigen Platz ein. Die Initiative hatte beim Bau der Bänke am Maiglöckchenpfad geholfen und dafür eine der Bänke „abstauben“ dürfen, die nun freie Sicht auf Pavillon und Börnchen bietet.

Viele helfende Hände

Um dieses Stück Idylle wieder aufzubauen und in Zukunft auch zu pflegen, brauchte es vieler helfender Hände, die Kettensägen geführt, Äste weggeschleppt, Wurzeln ausgegraben, Moos von Steinen geschrubbt, Dach gedeckt, Zimmerarbeiten erledigt, Wände eingepasst, Bänke gebaut, Gräben ausgehoben und Laub beiseite gerecht haben.

Viele haben Kaffee gekocht, Bier herangeschafft, Kuchen gebacken, Fleischwurst gewärmt, Kräppel gebracht, Fleischkäse geholt, Mettbrötchen geschmiert, Planken gestrichen, Graffiti entfernt, Löcher gegraben, Baumstümpfe ausgegraben, Vogelhäuschen aufgehängt und mit Futter bestückt, Nistkästen gebaut, lasiert und aufgehängt, alte Nistkästen im Wald gesucht, GPS-Koordinaten erhoben und vieles mehr.

„Das Ergebnis ist ein tolles Gemeinschaftswerk“, freute sich Karlheinz Weber, und am 1. Mai nutzten viele Maiausflügler den Ort als kleine Verschnaufpause und als Jausenstation.

Quelle: op-online.de

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