Breidert-Brunnen will nicht sprudeln

Wassersuche ist ein Geduldsspiel

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Karlheinz Weber, Gerd Gries, Rudi Schleicher und (zumeist im Brunnen) Martin Glaser lassen nicht locker mit ihrer verwegenen Idee, das „Braaret-Bernsche“ wieder zum Fließen zu bringen.

Ober-Roden - „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer!“ Dieses Lied von Xavier Naidoo könnte den Fans des „Braaret-Bernsche“ als Hymne dienen: Die Initiative „Wir sind Breidert“ hatte versprochen, dass aus dem alten Brunnen irgendwann zwar nicht Milch und Honig, wohl aber Wasser und Äppler fließen sollen.

Der Weg dahin ist tatsächlich voller Hindernisse. Kamen im vorigen Herbst bei ersten Probebohrungen nur ein paar Tröpfchen, so sickerte im zweiten Versuch immerhin schon ein kleines Rinnsal, das sich in einer Pfütze sammelte. Davor stand allerdings nicht nur das ungeahnte Transportproblem eines ausgeliehenen Stromaggregats, sondern auch dessen kurzfristiges Ende nach einem ersten Anschalten. Ein ganz simpler handelsüblicher Akku-Bohrer führte schließlich ans Wasser. Allerdings mussten Martin Glaser, Rudi Schleicher, Gerd Gries und Karlheinz Weber nach dem Entfernen der schweren Betonabdeckungen auf dem Brunnenschacht erst einmal einen braunen Frosch retten und im Wald freilassen.

Doch die Hoffnung bleibt: Noch ein paar Anläufe der unentwegten Hobby-Forscher; dann kann vielleicht doch der humorvoll angekündigte Dreiwegehebel am Traditionsbrunnen eingebaut werden mit den Einstellungen Wasser, Apfelwein und Apfelsaft. Noch ungelöst ist dessen Steuerung, aber es war ja erst der zweite Versuch - und Xavier Naidoo macht es ja deutlich: „Dieser Weg wird steinig und schwer!“ Wer Interesse am nächsten Versuch hat: www.quartier-breidert.de oder Tel.: 06074/881310. 

chz

Quelle: op-online.de

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