Patenschaft für Nistkästen

Wieder mehr Waldvögel im Breidert

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Interessierte Beobachter der Nistkästen-Inventur waren die Kinder der umliegenden Kitas und ihre Familien, die schon beim Bau der Kästen geholfen hatten.

Ober-Roden - „Inventur“ bei den Piepmätzen im Wald: Im Februar hatte die Initiative „Wir sind Breidert“ 16 Nistkästen aufgehängt. Jetzt stellten die Naturfreunde fest, dass in 14 davon auch tatsächlich Vögel gebrütet haben - in manchen sogar mehrfach.

Mitglieder der Initiative und Kinder aus der Kita in der Zwickauer Straße hatten die Nistkästen in liebevoller Handarbeit hergestellt. Die Gruppe wollte mit er Aktion ihren Beitrag zum Arten- und Naturschutz am Rand des großen Wohngebietes leisten. Teilweise hatten Kinder und Eltern „ihren“ Kasten selbst aufgehängt; „Wir sind Breidert“ hat sich für die kommenden zwei Jahre zur Betreuung der hölzernen Bruthilfen verpflichtet.

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Zusammen mit dem Naturschutzbund (NABU) hat die Initiative auf der Basis von Google Earth ganz professionell ein Kataster angelegt, das die genaue Lage der Kästen dokumentiert – damit auch keiner übersehen wird. Bei dieser Gelegenheit wurden beschädigte unter den älteren Kästen auch gleich aufgefrischt.

Spannend blieb den ganzen Sommer über die Frage, ob diese Kästen denn nun bewohnt und auch tatsächlich zum Brüten genutzt wurden – nicht zuletzt für Herta Botz und ihre Helferinnen wie etwa Sigrid Braun, die sich quasi als Amme betätigt haben: „Ich habe während und nach der Brut viel gefüttert, überwiegend Sonnenblumenkerne, was den Vogelmamas weite Flüge zur Futtersuche erspart hat.“

Insgesamt 14 von 16 Nistkästen bewohnt

Bei einer Begehung wurde schließlich eine Nistkästen-Inspektion vorgenommen. Dazu kam die Besichtigung der „Vögel-Futterstation“ in der Nähe des „Braaret Bernsche“: Hier wird das ganze Jahr über für Nahrung gesorgt, was letztlich – da sind die NABU-Mitglieder in Rödermark allerdings unterschiedlicher Meinung – zu einer wahrnehmbaren Ausweitung der Population in dieser Gegend geführt hat.

Gerd Gries stieg für die Nistkasten-Kontrolle am „Braaret Bernsche“ auf die Leiter.

Das Ergebnis der Inventur war beeindruckend: Bewohnt waren 14 Nistkästen gewesen, wie Experte Werner Weber vom NABU anhand der Hinterlassenschaften feststellte, nachdem er sich die Reste der Nester genauer angeschaut hatte. Er konnte sogar den Kindern oft erzählen, welch Vogelsorten hier wohl ihren Nachwuchs bekommen haben. Die Kinder wiederum hörten ihm ausgesprochen interessiert zu und waren auch sichtlich stolz. „Das war mein Kasten“, hörte man des öfteren zwischen den Teilnehmern des Rundgangs heraus.

Karl-Heinz Weber dankte im Namen von „Wir sind Breidert“ all jenen Menschen, die sich mit Rat und Tat, mit handwerklicher Arbeit und mit regelmäßiger Sorge, mit Geld- oder Futterspenden dafür eingesetzt haben, diese Aufgabe wirkungsvoll und mit großer Freude zu erledigen. Die Vögel tun‘s sicher auch auf ihre Art: mit morgendlichem Gesang und kräftigem Appetit.

chz

Quelle: op-online.de

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