„Häufung von Pannen“

Breitbandausbau hinkt hinterher

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Die Arbeit in den engen Kabelschächten ist schon im Sommer eine kniffelige Angelegenheit. Im Winter ist sie für die Monteure der Telekom um ein Vielfaches härter.  

Urberach - Urberach ist vom Highspeed-Internet (100 Mbit) noch weit weg, obwohl das Breitbandnetz Ende 2017 stehen sollte. Dazu kommen immer wieder Störung bei Telefon und Internet. „Da gibt’s auch nichts schönzureden“, räumt George McKinny von der Telekom-Pressestelle ein.

Der Breitbandausbau ist mächtig ins Stocken geraten. „Die Übertragungsrate ist seit Weihnachten mit 0,5 Mbit/Sekunde im Keller“, klagt ein Leser in einer E-Mail an unsere Zeitung. Eigentlich sollten in Urberach seit Ende Dezember bis zu 100 Mbit/Sekunde möglich sein. Das hatte Telekom Regio-Manager Volker Pechmann bei einer Informationsveranstaltung Mitte Oktober versprochen und auf Nachfrage die Messlatte ganz hoch gelegt: 91 Prozent der Rödermärker hätten nach dem Ausbau mindestens 90 Mbit zur Verfügung, der Rest 50 Mbit aufwärts.

Diese vollmundigen Aussagen fliegen der Telekom in der siebten Woche des neuen Jahres um die Ohren. „Wir haben gerade eine außerordentliche Häufung. Da gibt’s auch nichts schönzureden“, kann Unternehmenssprecher George Mc Kinny den stockenden Ausbau nicht erklären, sondern höchstens verteidigen. Tiefbaufirmen und einige Teile seien kaum zu bekommen. Außerdem ist die Arbeit in den engen Kabelschächten für die von der Telekom beauftragten Monteure bei Frost oder Regen weit härter als im Sommer.

Die Telekom und ihre Kunden müssen weiter mit Verzögerungen rechnen. McKinny nannte gegenüber unserer Zeitung für keinen Stadtteil mehr einen Fertigstellungstermin: „Wir sind gebrannte Kinder!“

Bilder: Kerb in Urberach

Der Telekom sei am meisten an der Inbetriebnahme des schnellen Netzes gelegen, damit sich ihre Investitionen rechnen. Jeder der 36 neuen Multifunktionsverteiler kostet laut George McKinny 30.000 Euro. (lö)

Quelle: op-online.de

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