SPD bringt Stadtbus ins Gespräch

Rödermark (lö) ‐ Was kostet eine Rödermark-Buslinie, die auch abseits gelegene Wohngebiete an den öffentlichen Personennahverlehr anschließt und die Schulbusse integriert?

Eine solche Bündelung könnte nach Ansicht der SPD billiger sein als die Trennung von Linien- und Schülerverkehr. Der Magistrat soll die Wirtschaftlichkeit einer Stadtbuslinie prüfen und die Zahlen bis zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 19. November vorlegen, fordert Fraktionsvorsitzender Armin Lauer.

Die SPD möchte folgende Variante berechnet haben: Die Regional-Linie OF 95 soll am Bahnhof Ober-Roden enden und der neue Stadtbus die Feinverteilung übernehmen. Er soll Carl-Zeiss-Straße, das Breidert-City-Center, Bahnhof und Friedhof Ober-Roden, Messenhausen und das Fachmarktzentrum Urberach ansteuern. Besondere Schulbusse (und ihre Kosten) entfallen zugunsten dieser Stadtbuslinie für alle.

Der größte Vorteil wäre, dass lokale Besonderheiten in der ÖPNV-Erschließung der Stadt direkt berücksichtigt werden könnten“, begründet Lauer den Vorstoß. Fraktionsgeschäftsführer Norbert Schultheis ergänzt: „Für den Betrieb könnten verschiedene Finanzierungsquellen genutzt werden. Darüber hinaus stehen öffentliche Fördermittel für die Beförderung bestimmter Personengruppen zur Verfügung“. Die SPD möchte mit ihrem Antrag auch erfahren, wie hoch der geldwerte Vorteil für alle Schüler innerhalb eines Jahres ist, wenn die Schülerkarten als „CleverCards“ genutzt würden. Die gilt auch während der Ferien für Fahrten im gesamten Rhein-Main-Gebiet.

Letzen Endes, so Lauer, würde Rödermark mit einem eigenen ÖPNV-Angebot an Attraktivität gewinnen. Viele seit der Abschaffung des Anruf-Sammel-Taxis schwierig gewordene Verbindungen in und zwischen den Stadtteilen wären wieder hergestellt.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare