Tennisabteilung spart bei der Pflege ihrer Plätze wertvolles Trinkwasser

Rödermark: BSC Urberach wird nachhaltiger

Der BSC Urberach hat kräftig investiert und einen neuen Tank für die Bewässerung seiner Tennisplätze angeschafft. Abteilungsleiter Günter Sohni ist sicher, dass der Verein die Kosten durch einen geringeren Frischwasserverbrauch bald wieder hereinholt.
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Rödermark: Der BSC Urberach hat kräftig investiert und einen neuen Tank für die Bewässerung seiner Tennisplätze angeschafft. Abteilungsleiter Günter Sohni ist sicher, dass der Verein die Kosten durch einen geringeren Frischwasserverbrauch bald wieder hereinholt.

Der BSC Urberach hat die in die Jahre gekommenen Tanks für die Bewässerung der Tennisplätze durch eine umweltfreundlichere Anlage ersetzt. Mehr als 40 Jahre lang hatten die alten Kunststoffbehälter ihre Dienste geleistet, doch seit geraumer Zeit gab es regelmäßig Probleme. Sie versumpften innerlich. Dadurch setzten sich einige Verbindungen der sechs einzelnen Tanks zu, und die BSC-Tennisspieler konnten nur noch einen kleinen Teil der Kapazität nutzen.

Rödermark - Entsprechend häufig mussten sie ihre Plätze mit wertvollem Trinkwasser nässen. Was nicht nur unter Umweltgesichtspunkten, sondern auch aus Kostengründen für den BSC nicht länger akzeptabel war.

Daher wurden über den Winter die alten Kunststofftanks abgebaut und durch einen modernen Stahlbehälter mit Vakuum-Kunststoffauskleidung ersetzt. So erhöhte sich die Speicherkapazität von zuletzt nur noch knapp 3 000 Liter auf nunmehr über 16  000 Liter, was im Hochsommer knapp eine Woche für die Platzbewässerung der sechs Sandplätze reichen sollte. Darüber hinaus wurde eine komplett neue Steuerung der Sprinkleranlage eingebaut. Die kann insbesondere während der Nachtzeiten die Plätze bewässern, um die tagsüber starke Verdunstung und die damit fehlende Effektivität bei der Platzbewässerung zu vermeiden. Neben dem vorher schon genutzten Tiefbrunnen wurde auch die Dachentwässerung des Clubheims an den Tank angeschlossen, sodass künftig nur noch bei längeren Trockenzeiten Trinkwasser verspritzt werden muss.

Günter Sohni, der Vorsitzende der Tennisabteilung des BSC, zeigte sich mit dem Ergebnis des von ihm geleiteten Projektes sehr zufrieden: „Unter Berücksichtigung der Zuschüsse des Landes Hessen, des Kreises Offenbach und der Stadt Rödermark bleibt für den BSC zwar immer noch ein deutlich vierstelliger Investitionsaufwand, aber langfristig können wir dies durch geringere Wasserkosten einsparen. Darüber hinaus verfolgen wir unser Ziel, die Clubanlage in Ergänzung der schon länger genutzten Photovoltaik-Anlage weiter in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln“.

Inzwischen hat der BSC seinen Tennisplätzen auch ihre Frühjahrskur spendiert, sodass in Kürze der Startschuss in die neue Tennissaison gegeben werden kann – sofern keine neuen Corona-Regelungen dem einen Riegel vorschieben. Der BSC hatte bereits im vergangenen Jahr ein überaus umfassendes Hygienekonzept entwickelt, das aufgrund der weiterhin angespannten Pandemielage nun wieder zum Einsatz kommen dürfte. Einzel und Doppel mit Familienangehörigen sollten problemlos möglich sein.

Die Teamtennisrunde wurde vom Hessischen Tennisverband zeitlich nach hinten geschoben, um einen möglichst reibungslosen Verlauf der Wettbewerbe sicherstellen zu können. Bis auf weiteres müssen Umkleideräume und Duschen geschlossen bleiben. Aber das wurde im letzten Jahr ohne Probleme akzeptiert, solange die Spieler ihrem Sport nachgehen konnten.

Da Tennis ja nicht zu den Kontaktsportarten gehört, hoffen die Verantwortlichen des BSC Urberach, dass sich vor allem Jugendliche, aber auch Erwachsene wieder mehr für Tennis interessieren. Der BSC bietet ab sofort auf den beiden Allwetterplätzen und in Kürze auch auf den Sandplätzen Schnupperstunden für Jugendliche und Erwachsene unter Anleitung von qualifizierten Tennistrainern an, natürlich alles unter strenger Beachtung der Corona-Vorschriften. Interessierte können sich beim Vorsitzenden Michael Störmer unter Telefon 01520 386959 anmelden. (Michael Löw)

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