Ortsdurchfahrt Waldacker

Den Doppel-Radweg verhindert

Waldacker (lö) - Die Bürgerinitiative „Hauptstraße Waldacker“ bewertet den Umbau der Ortsdurchfahrt positiv. Praktisch all ihre Forderungen seien umgesetzt worden.

Die BI hatte die Pläne von Anfang an kritisch begleitet und vor allem Front gegen einen gemeinsamen Radweg in beide Fahrtrichtungen gemacht. Außerdem kämpfte die BI für die Nutzung des Mehrzweckstreifens als Parkmöglichkeit. „Mit über 1 400 Unterschriften haben wir in Rödermark eine bisher nie dagewesene Unterstützung für ein Bürgerprojekt erreicht“, freuen sich die BI-Sprecher Dieter Lechleiter und Karl-Heinz Wolf.

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FDP und CDU hätten die Einwände und Gegenvorschläge schon sehr früh als gut und richtig erkannt und der BI die Möglichkeit eröffnet, ihre Argumente in den Sitzungen von Bauausschuss und Stadtparlament vorzutragen. Im Clinch lagen die streitbaren Waldackerer wegen der Bushaltestellen auf der Fahrbahn immer wieder mit der AL.

„Wir haben den Bau des gefährlichen Zwei-Richtungs- Fahrradweges, der nach dem heutigen Regelwerk auch so nicht mehr gebaut werden darf, verhindert“, erklären Lechleiter und Wolf. Stattdessen seien Radler nach dem Umbau auf dem verbreiterten Kombi-Weg sicher in jeweils eine Richtung unterwegs.

Kritik an Plänen fiel auf fruchtbaren Boden

Mit der Beibehaltung des Mehrzweckstreifens als Parkraum für den dichter bebauten Teil wurde der drohende Kollaps der Nebenstraßen nach Ansicht der BI für einige Jahre aufgeschoben. Gute Noten gibt sie auch den künstlichen Hindernissen an beiden Ortseinfahrten. Eine Verkehrsinsel erleichtere den Bewohnern der Tal- und ihren Nachbarstraßen den Weg zu Kindergarten und Post. Die Veränderungen wurden behindertengerecht ausgeführt. Aus dem Trampelpfad auf der Westseite wurde ein asphaltierter Weg.

Wo viel Licht ist, ist auch mancher Schatten. So beklagen Lechleiter und Wolf, dass es der BI nicht gelungen sei, den Radweg auf der Westseite bis zur Kreuzung von B 459 und Kreisquerverbindung fortzusetzen. Doch diese letzten Meter liegen nicht mehr auf Rödermärker Gebiet.

Das Ende von Bauarbeiten und Behinderungen wird morgen ab 12 Uhr gefeiert.

Die erfolgreiche Arbeit der Hauptstraßen-BI hat, so Karl-Heinz Wolf und Dieter Lechleiter, ihre Basis in den früheren Initiativen gegen die Kompostierungsanlage an der Ortsgrenze und „Natürlich Waldacker“, die die fortschreitende Verdichtung des Stadtteils stoppte. In Waldacker würden sich immer wieder Bürger finden, die sich für die Verbesserung ihres Lebensumfeldes einsetzen.

Quelle: op-online.de

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