Rödermark

Bürgermeister: Kein Mangel an Flächen für das Gewerbe

Rödermark - (lö) Im Stadtgebiet gibt es knapp 97 000 Quadratmeter gewerblich oder industriell nutzbare Flächen. Das entspricht fast genau jenen zehn Hektar, die CDU und FDP am Rand von Ober-Roden ausweisen wollen.

Bürgermeister Roland Kern sieht die Flächenreserven, die die Bauverwaltung unter anderem aus Zahlen des IC Rödermark zusammengestellt hat, als weiteres Argument gegen die Pläne der Koalition.

Laut dieser Auflistung stehen derzeit rund 18 800 Quadratmeter Hallen und Büros leer. Dazu kommen in Ober-Roden  12 100 Quadratmeter unbebaute Gewerbegrundstücke in städtischem und 33 600 Quadratmeter in privatem Besitz. In Urberach sind die Reserven auf 5 000 Quadratmeter geschrumpft. Sobald das Baugebiet „An den Rennwiesen“ erschlossen ist, stehen wieder mehr als 27 000 Quadratmeter zur Verfügung. Über die Größe der einzelnen Grundstücke gibt das Papier keine Auskunft.

Im politischen Streit um das Gewerbegebiet Ober-Roden/West und die Änderung des Regionalen Flächennutzungsplanes bekräftigte Kern seine Position: „Das geht nicht auf Zuruf einer Person, einer Partei oder einer Koalition“, rügte der Bürgermeister den Ersten Stadtrat Alexander Sturm. Der vom Parlament gewählte Vertreter Rödermarks im Planungsverband Frankfurt/Rhein-Main hatte auf das Gewerbegebiet zwischen Marienstraße und Rödermarkring gedrängt.

Nach Ansicht des Bürgermeisters geschah dies ohne Meinungsbildung in den städtischen Gremien. Er sprach von „Politik nach Gutsherrnart, die eigentlich überwunden sein sollte“.

Aktuellste Beschlusslage ist eine Stellungnahme der Stadt zum Flächennutzungsplan aus dem Juli 2007, auf die Kern verwies. Die Skizze zeigt ein relativ großes Wohngebiet mit einem Streifen Mischgebiet entlang des Rödermarkrings. Die Wiesen nördlich der Albert-Einstein-Straße sind auf dieser Zeichnung frei von jeder Bebauung. Im Text der Stellungnahme heißt es dann aber, dass nördlich der Albert-Einstein-Straße potenzielle Flächen für Wohn-, Misch- und Gewerbebauung vorgesehen seien - eindeutig ist die Stellungnahme also nicht.

Quelle: op-online.de

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