„Bürgermeister ist der Planungsdezernent“

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Bürgermeister Roland Kern

Rödermark - (lö) Bürgermeister Roland Kern (AL) hat in einem Brief an den Planungsverband Frankfurt/Rhein-Main betont, dass er Rödermarks Planungsdezernent und als solcher Ansprechpartner für Änderungen im Regionalen Flächennutzungsplan sei.

Hintergrund ist der Streit zwischen Kern und dem Ersten Stadtrat Alexander Sturm (CDU) über die Ausweisung von Gewerbegebieten westlich der Ober-Röder Marienstraße und am Hainchesbuckel in Urberach.

Sturm hatte im März 2008 im Planungsverbandnamens der Stadt angeregt, zwischen Marienstraße und Röder mark ring zehn Hektar Gewerbegebiet zu erschließen. Das hat Kern im Juni in einem Gespräch mit dem Beigeordneten Heiko Kasseckert beanstandet: Die städtischen Gremien hätten darüber noch nicht entschieden, also könne der Vorschlag auch nicht in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden.

Am 16. Januar, also gut ein halbes Jahr nach Kerns Gespräch mit Kasseckert, warf die AL Sturm in einem Flugblatt „Machtmissbrauch“ vor. Der Erste Stadtrat erklärte vorige Woche im Bauausschus, dass als er gewähltes ehrenamtliches Mitglied der Verbandskammer, dem Parlament des Planungsverbandes, gesprochen habe.

Das Gewerbegebiet an der Marienstraße ist eine Forderung der CDU/FDP-Koalition, die im Rödermärker Magistrat und in der Stadtverordnetenversammlung eine Mehrheit hat.

Für zusätzliche Spannungen im Verhältnis zwischen Kern und Sturm hat auch die Verkleinerung des Gewerbegebiets am Hainchesbuckel gesorgt. Hier hatte Sturm dem Bürgermeister vorgeworfen, eigenmächtig gehandelt zu haben. Der konterte: Dort gelte nach wie vor der 1995 geänderte Regionale Flächennutzungsplan. Und der sehe kein größeres Gewerbegebiet zwischen Urberach und Messenhausen vor.

Quelle: op-online.de

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