Ernst Hartig plauderte charmant aus dem Künstlerleben

Von Bürokraten zur Verzweiflung gebracht

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„Nature & Nudes“ – eine Serie aus dem großen Werkzyklus von Ernst Hartig, über deren Hintergründe und Entstehungsgeschichten er beim Aktionstag „Kunst privat!“ charmant plauderte. Sein Wunsch: demnächst eine geeignete Location für eine großflächige Ausstellung seiner weit über 500 Werke umfassenden Aktserie zu finden: „Aber Deutschland ist kein geeignetes Umfeld dafür.“

Ober-Roden - Aus dem künstlerischen Nähkästchen plauderte Ernst Hartig, Unternehmensgründer und Mäzen, bei „Kunst privat!“ Zum fünften Mal nahm die Firma Videor E. Hartig GmbH an der landesweiten Aktion teil und öffnete ihre Türen - seit der Einweihung des transparenten „Art Centers“ in der Carl-Zeiss-Straße ein besonderer Leckerbissen. Von Christine Ziesecke

Nach der Vernissage einer neuen Ausstellung im Foyer des ComCenters mit Werken der Münchner Künstlerin Hertha Miessner hatten die Besucher die eher seltene Gelegenheit, im „Art Center“ von Ernst Hartig persönlich Informationen und Anekdoten über seine Werke zu erhalten. Der Fotograf ist fasziniert davon, Elemente der traditionellen Fotografie mit den Möglichkeiten digitaler Technik zu verschmelzen, und erzählt mit strahlenden Augen von seiner Suche nach Motiven, Modellen und Elementen, die ihn auch manchmal an Grenzen stoßen lässt. So etwa im Palmengarten, wo er auf der Suche nach faszinierenden Blättern wegen bürokratischer Hemmnisse und horrender Spendenwünsche die Lust verlor.

Wer selbst einen kleinen Eindruck von Hartigs Schaffen gewinnen möchte: eha-art.de

Zart und zerbrechlich wirken die meisten seiner Bilder, sei es der fragile Reiz gefrosteter Blüten aus der Serie „Flower Secrets“ oder die sinnliche Ausstrahlung sich lasziv in Riesenblättern räkelnder weiblicher Akte unter dem Thema „Nature and Nudes“. „Ich bin immer gern mit anderen Künstlern zusammen“, begründet der vor allem vom Fernen Osten stark beeinflusste Künstler seine Zusammenarbeit etwa mit ausgezeichneten Floristen, Musikern oder Kalligraphen.

Quelle: op-online.de

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