Fastnachter Ciro Visone spielte den Lockvogel für „Verstehen Sie Spaß?“.

Aus der Bütt zu Frank Elstner

Ciro Visone in seiner Paraderolle als Pizzabäcker - so kennen ihn die Besucher vom Fremdensitzungen in der ganzen Umgebung. Am Samstag ist er als Bauarbeiter in Not in „Verstehen Sie Spaß?“ zu sehen. Die Sendung beginnt um 20.15 Uhr.

Ober-Roden - (lö) Aus der Hose des Bauarbeiters steigt Rauch - immerhin wenigstens weißer -, er deutet wild gestikulierend auf den Stecker seiner Bohrmaschine und findet auch prompt einen Helfer. Doch so sehr der nette Mann auch zerrt: Der Stecker rührt sich keinen Millimeter, für den Arbeiter wird‘s immer brenzliger.

In der qualmenden Hose steckte vor drei Wochen Ciro Visone, Pizza backender Elferrat der Turngemeinde Ober-Roden. Doch Angst um seinen Allerwertesten brauchte er keine zu haben. Er mimte den Lockvogel für einen von Frank Elstners Streichen in „Verstehen Sie Spaß?“ Am Samstag, 6. Juni, wird die Show im Ersten gezeigt (Beginn: 20.15 Uhr). Vor einem Millionen-Publikum trifft Visone sein „Opfer“, dem das Herz sicherlich tief in die Hose gerutscht sein dürfte. Dann erfährt es auch, warum seine Hilfe vergeblich war - ein Mitarbeiter der Produktionsfirma hielt das Bohrerkabel fest.

TG-Karnevalist Visone war beim Fernsehwettbewerb „Witzbold der Nation“ Erster geworden. Sein Preis: ein Auftritt als Lockvogel bei Frank Elstner. Die Rolle als italienischer Gastarbeiter war dem 48-Jährigen natürlich auf den Leib geschrieben. Wer in aus der Bütt kennt, kann sich bestens vorstellen, wie er auf dem Gerüst herumschwankte und wortreich Anweisungen zum Ziehen des Steckers gab.

„Es war ein Supererlebnis“, denkt Ciro Visone gern an die Dreharbeiten zurück. Der Regisseur habe ihm professionelles Verhalten vor der Kamera bescheinigt und versprochen, dass er seinen Namen in der Kartei behält.

Der auf etlichen Bühnen im Rhein-Main-Gebiet aktive Büttenredner verspricht sich vom Fernsehauftritt einen Karriere-Kick. Aber den Schritt hin zum Profikünstler will er - zumindest vorläufig - nicht wagen: „Wenn ich in Köln den Namen hätte, den ich hier habe, wär‘s denkbar. So aber ist‘s mir zu riskant.“

Da bleibt er lieber der regionalen Fastnacht treu und organisiert 2010 Comedyabende mit dem Hausmeister „Becker-Peter“.

Quelle: op-online.de

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