Bunt schillerndes Stahl-Ross

+
400 Kilogramm Platz für jede Menge Fantasie: Am ersten Projekttag sammelten die Teilnehmer zunächst jeder für sich Gestaltungsideen und grundierten das stählerne Ross. Alicia Hiemer verhalf ihm später zu einer hübschen, bunten Mähne.

Messenhausen (chz) - Noch hat es keinen Namen, das bunte Pferd, das bald an der Bushaltestelle am Kapellchen die Menschen beim Vorbeifahren erfreuen soll.

Aus knapp 400 Kilo Metallrohling hatten junge Künstlerinnen und Künstler auf dem Reiterhof Akita binnen fünf Tagen ein großes buntes Kunstwerk geschaffen, eine „Skulptur der sieben Sinne“.

Unter der Leitung der Sozialpadagogin Stephanie Grabs hatten zehn bis zwölf Kreative die Skulptur langsam zu einem fröhlichen bunten Ross werden lassen. Begleitet wurden sie von guten Ideen und praktischen Tipps einiger KiR-Künstler. Die halfen zum Beispiel beim Farbenkauf, denn nicht jeder Acryllack kann Wind und Wetter über viele Jahre widerstehen.

Der erste Tag galt der Grundierung des stählernen Rosses und den einzelnen Entwürfen der jungen Maler. Am zweiten Tag wurden die Entwürfe puzzelartig überein gebracht, dass jeder der Künstler sich an einem Stück Pferd wiederfinden kann, das er dann auch in eigener Verantwortung bearbeitete.

Für Stephie Grabs (33) war die Betreuung des Kunstwerks nur ein Punkt von vielen im dicht gepackten RömKids-Ferienprogramm, wo sie zur Zeit ständig mehrere Projekte parallel betreut – neben dem Filmprojekt im Schillerhaus unter anderem ab heute die mehrwöchige Kinderwaldstadt, die in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen auf dem Gelände am katholischen Kirchenpavillon in Waldacker stattfindet.

„Ich habe eine Blume gemalt, weil ich die so gerne mag“, erzählte eine Malerin, während diese Blume mitten auf dem Bauch schon erblühte.“ Sven Hohmann erläuterte seinen Werkbeitrag: „Ich habe eine Sternschnuppe durchs Auge laufen lassen, weil ich in den letzten Nächten viele Sternschnuppen gesehen habe und die ganz spannend finde, und dazu ein Hufeisen am Hals – als Symbol des Glücks.“ So zieren das Künstlerpferd viele verschiedene Techniken und ebenso viele Motive, etwa auch Noten und Herzen oder auch einfach farbige Ecken, „weil mir nichts anderes einfiel...“.

Fast 400 Kilo Kunstwerk, großteils finanziert aus dem Preisgeld des Wettbewerbs „Ab in die Mitte“ und aus dem städtischen Ferienspiel-Budget, warten nun darauf, vom Akita-Hof mit dem Gabelstapler an ihr endgültiges Domizil im Dreieck Messenhausen-Urberach-Ober-Roden gebracht zu werden. Weil viele Beteiligte jetzt erst einmal in Urlaub weilen, wird dies erst Anfang August nach Schulbeginn im Rahmen des städtischen Kultursommers geschehen, dann auch mit einer würdigen Taufe - Namensvorschläge warten schon ausreichend.

Quelle: op-online.de

Kommentare