Buntes Fest unter Schirmen

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Bummeln und Einkaufen waren am gestern Nachmittag zwar gern genommene Zutaten zum Markttag „Midde noi“, doch die meisten Besucher genossen vor allem das Beisammensitzen mit Freunden und Bekannten – gutes Zeichen für die „Eat&Meet“-Meile.

Ober-Roden  - „Midde noi“ – das Markt- und Feiergeschehen quer durch den Ortskern erinnerte an das große Einweihungs-Spektakel im vergangenen Jahr. Erst gab es Regen, dann Sonne. Von Christine Ziesecke

Zwar fehlte das hochkarätige Flair und auch die große Menschenmenge, doch am sonnigen Sonntag brachten die Hobby- und Profi-Wirte an der „Eat&Meet“-Meile die Besucher wieder ins Schwärmen.

Ein Ehepaar, das aus Waldacker herspaziert war, unterstützte schon allein die Grundidee: „Wenn uns hier im Ort schon vom Einzelhandel so etwas geboten wird, wollen wir es auch nutzen!“ Auch der immer noch nicht so recht von den Bürgern in Besitz genommene Marktplatz füllte sich ab dem Mittag zusehens – vor allem, nachdem alle Plätze entlang der langen Tafel mitten auf der Straße besetzt waren.

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Markttag „Midde noi“

Von der Bühne gab"s zwei Nachmittage und Abende lang Live-Musik, wobei gerade die Erbacher „Lustgartenspatzen“ mit ihrem südhessischen Lokalkolorit am kühlen und nieseligen Samstag Abend weit mehr Gäste verdient gehabt hätten.

An beiden Tagen lag das Zentrum der Begegnung vor der Nazarius-Kirche, wo wieder einmal zugunsten der Kirchendachsanierung geschlemmt wurde und Kirchen-Mitarbeiter wie auch Grüner-Baum-Wirt Harald Heberer ihr Bestes gaben. Direkt daneben duftete es türkisch, indisch oder mexikanisch; die Speisen waren fast ebenso bunt wie die überall gereichten Cocktails.

Einige Fähnchen, schwarz-rot-goldene Ketten und eine entsprechende Dekoration erinnerten daran, dass die Fußball-Frauen-WM gestern begonnen hatte. Die Geschäfte genossen die vielen flanierenden Spaziergänger und luden zum Schauen ein. An ausgestellten Autos der Firmen Brass oder Gerner blieben die Menschen ebenso interessiert stehen wie am PC-Fachbetrieb, bei Heizungs- oder Sanitärberatung oder bei sommerlichen Fenstertipps.

Luftballons, Karussell, Entenangeln, Wurfbude und kleine Mitnehmsel ließen auch den Jüngsten den Nachmittag auf der Gass’ nicht langweilig werden – und notfalls gab"s auch noch Zuckerwaren und Waffeln.

Doch immer wieder stand die Geselligkeit im Mittelpunkt. Die Unterhaltung verband die Menschen; eingekauft wurde nebenbei dann auch. Modeboutiquen, Calory Coach und Fitness-Studio fanden viele Interessenten; auch die zahlreichen Aktivitäten an der 60 Jahre jungen Rodau-Apotheke ließen die Besucher bis zur Bahnschranke wandern. Die Platzierung der Toilettenwagen in der Schulstraße war eine gelungene Veränderung, zumal dadurch das Kinderkarussell einen geschützten Platz neben der Sparkasse hatte.

Noch am Samstagabend sah es eher traurig aus, und alle Marktbeschicker, die mit ihren „beschwipsten Crèpes“, ihrem indischen Curry oder ihren Fußball-Cocktails auf Kundschaft warteten, retteten Optimismus und Herzlichkeit nur dank der Aussicht auf einen sommerlich angekündigten Sonntag, der alle Beteiligten dann durchaus zufrieden stellte.

Zu wünschen ist dem sehr bemühten Ober-Röder Einzelhandel (FHO) wie auch den Bürgern, dass für den „neuen Markt“ und vor allem für den immer noch sehr ruhigen Platz rund um den Marktbrunnen etwas von dem lebendigen Flair für die Zeit jenseits von „Midde noi“ übrig bleibt.

Quelle: op-online.de

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