Buntes Spektakel in der Savanne

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Das Musical war ein farbenprächtiges Spektakel, das ohne die intensive Mithilfe zahlloser Eltern und anderer Helfer in dieser Dimension überhaupt nicht möglich gewesen wäre.

Ober-Roden (chz) - Machen Streifen wirklich doof? Und kann man mit Gepunkteten wirklich nicht reden? Bei Zebras und Giraffen war diese Meinung so sicher wie das Amen in der Kirche.

Wären da nicht die Neugier zwischen zwei jungen Tieren und vor allem drei pfiffige Erdmännchen gewesen, die das Gegenteil bewiesen: nur gemeinsam seid ihr stark gegen die Mächtigsten der Savanne wie etwa die Löwen.

Giraffen, Zebras, Erdmännchen, Löwen und schwarzlichtzaubernde Traumgeister, die sich zwei Tage lang in der Kulturhalle tummelten, waren Kinder aus der Schule an den Linden. Wochenlang hatten sie mit Musiklehrerin Sigrid Margraf und Deutschlehrerin Julia Eckstein sowie mit zahllosen Helfern, vor allem Eltern, das Musical „Tuishi pamoja – eine Freundschaft in der Savanne“ eingeübt und schließlich mit herzerfrischender und wirklich beeindruckender Leistung auf die Bühne gebracht.

Begleitet wurden sie aus der Tiefe des Orchestergrabens vom Jugendorchester des Musikvereins 06 Urberach, dessen Vorsitzender Dieter Steuer auch gemeinsam mit Rektor Thomas Pohl recht bewegt den Akteuren und Helfern dankte.

„Es hat sich gelohnt“

Der Musikverein war’s auch gewesen und hier speziell Melanie Pranieß, die Dirigentin der Jüngsten im Verein, und Jugendleiter Michael Gurnik, die sich teilweise noch an ihr erstes Musical „Hexe Backa Racka“ im Jahr 1996 erinnerten und nun auf die Suche nach einem neuen Stück gingen. Thomas Martin, der Dirigent des Jugendorchesters, passte das gefundene Musical über die Angst vor der Andersartigkeit auf die Besetzung des Jugendorchesters an und schrieb große Teile um.

Erste Gespräche mit der Schule an den Linden trafen dort auf volle Begeisterung, und schon waren alle mittendrin. Die künstlerische Umsetzung hatte Julia Eckstein unter ihre Fittiche genommen, die Leitung von Chor und Solisten lag bei Sigrid Margraf, und die Koordination zwischen Schule und Verein oblag Michael Gurnik: „Es wurde eine große Herausforderung für uns, aber es hat sich gelohnt“, freute er sich. Zumal selbst seine jüngsten Musiker, die „Blechifanten“, teilweise schon mit im Orchester saßen. „Dieses riesige Projekt funktioniert nur gemeinsam, was wir vor allem beim Probenwochenende im Mai gemerkt haben – erst da trafen Musiker und Schüler zum ersten Mal zusammen.“

Kultusministerin Dorothea Henzler als Schirmherrin

Das Interesse der Rödermärker, vor allem auch der Schulen, war so groß, dass rasch aus den zwei geplanten Vorstellungen drei wurden und sich der riesige Aufwand damit noch mehr lohnt.

Mit Kultusministerin Dorothea Henzler hatte das Musical eine hochrangige Schirmherrin, mit Volksbank und Sparkasse zwei großzügige Sponsoren, und mit vielen Ehrengästen sowie vielen jungen und alten Besuchern hatten alle Beteiligten dankbare und begeisterte Zuhörer.

Nicht nur T-Shirts, Festbuch, Filme und Fotos werden die jungen Akteure auf der Bühne und im Orchestergraben noch lange an das Erlebnis „Tuishi pamoja“ erinnern. Der Musikverein hat schon versprochen, die Zusammenarbeit mit der Urberacher Grundschule weiter zu fördern – nicht zuletzt durch Bläserklassen.

Quelle: op-online.de

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