Senioren-Haus soll Ende 2014 bezugsfertig sein

Endlich Leben auf der Baustelle

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Auf der Caritas-Baustelle in der Ober-Rodener Straße legen die Arbeiter mit knapp einem Jahr Verspätung los. Quecksilber und andere Altlasten im Boden mussten zunächst mit großen Aufwand beseitigt werden. In unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Haus für Senioren und Demenzkranke gibt es zwei weitere ähnliche Einrichtungen: die „Seniorenresidenz am Badehaus“ im Hintergrund und das erst im November eröffnete „Artemed-Seniorenstift“ auf der anderen Straßenseite.

Urberach - Die Caritas kann endlich mit den „richtigen“ Arbeiten für ihren Neubau auf dem Dopplegrundstück Ober-Rodener Straße 18 - 20 beginnen. Dort entstehen 38 alten- und behindertengerechte Wohnungen sowie eine Wohngruppe für Demenzkranke.

Altlasten im Boden haben den Start um etwa ein Jahr verzögert. „Wir mussten das Erdreich unter der früheren Berufsakademie halbmeterweise ausbaggern und immer wieder Bodenproben zur Untersuchung schicken“, erklärte Caritasdirektor Bernd Bleines, warum sich in den vergangenen Monaten mal was tat und mal Stillstand herrschte. Der östliche Teil des Grundstücks war mit Quecksilber und anderen industriellen Altlasten verdreckt. Pleines: „Das hat die Sache um 250.000 Euro teurer gemacht.“ Damit summiert sich die Sanierung des Geländes auf rund 530.000 Euro. Denn die Stadt musste den westlichen Teil des Grundstücks von Altlasten befreien, bevor sie diese knapp 1.800 Quadratmeter an die Caritas verkaufte.

Seit ein paar Tagen lässt die Caritas Grundwasser abpumpen. Der Bauplatz muss trockengelegt werden, damit das Bauunternehmen die Bodenplatte betonieren kann. Ende 2014 soll das Haus mit 17 Sozial- und 21 frei finanzierten Wohnungen und zwölf Demenzplätzen fertig sein. Trotz der Verzögerungen ist das Interesse groß. Die Caritas hat schon mehr als 100 Anfragen. „Darunter sind auch viele Leute aus Urberach, die im Alter nicht einfach in eine x-beliebige Mietwohnung ziehen wollen. Sie fragen sogar schon, wann sie ihre alte Wohnung kündigen oder ihr Eigentum verkaufen können“, freut sich Caritasdirektor Bleines über das Interesse.

Die Quadratmeter-Kaltmieten liegen bei 8,78 Euro für die Sozialwohnungen, 9,10 Euro in der Demenzgruppe und 10,48 Euro für die frei finanzierten Wohnungen. Einem Sozialverband wie der Caritas dürfe es aber nicht allein ums Vermieten gehen, sagt Bleines. Die Leute müssten zusammenpassen, denn nachbarschaftliche Hilfe ist ein fester Bestandteil des Wohnkonzeptes. Denkbar sind Unterstützung bei Garten- oder Näharbeiten, beim Einkaufen oder Vorlesen für die Demenzkranken. Die Caritas investiert in der Ober-Rodener Straße mehr als sechs Millionen Euro. Die Stadt gibt 800.000 Euro Zuschuss und bekommt im Gegenzug Belegrechte in der Demenzgruppe und für die 17 Sozialwohnungen. Die sollen bevorzugt an die Bewohner des Hauses am Mühlengrund vermietet werden. Der Vertrag zwischen Stadt und Caritas wird am nächsten Donnerstag unterschrieben, teilte Sozialdezernent Jörg Rotter mit.

Quelle: op-online.de

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