Mehr als Bau einer Umgehungsstraße nötig

CDU und Andere Liste fordern Schienenverkehr zu entlasten

Urberach - Auch CDU und Andere Liste wollen die Urberacher Ortsdurchfahrt vom Verkehr entlasten.

Die Koalition hat für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung heute Abend einen Änderungsantrag gestellt, der weit über die ursprüngliche Forderung der Freien Wähler nach dem Bau einer Umgehungsstraße hinausgeht.

Die Debatte, wie Staus, Lärm und Abgase in Konrad-Adenauer- und Traminer Straße verringert werden können, nimmt nach mehreren Jahren Stillstand wieder Fahrt auf. Die Stadtverordnetenversammlung diskutiert heute (19.30 Uhr, Mehrzweckraum der Halle Urberach) nicht nur über einen Antrag der Freien Wähler (FWR), die den Durchgangsverkehr auf einer Umgehungsstraße an Urberach vorbei führen wollen. Die schwarz-grüne Koalition hat einen Änderungsantrag eingebracht: Der Magistrat soll auf mehreren Ebenen gegen die Dauermisere angehen.

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Nach Ansicht von Dr. Alexander Görlich (CDU) und Stefan Gerl (AL) sind nicht nur die Straßen, sondern auch die Schienen an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die Koalition will die Dreieichbahn häufiger und mit größeren Wagen fahren lassen. Der Magistrat soll mit den Entscheidungsträgern des ÖPNV über eine Verlängerung der S 2 über Dietzenbach hinaus bis nach Urberach und Dieburg verhandeln. Westlich der Nikolaus-Schwarzkopf-Straße durfte jahrzehntelang eine mögliche Bahntrasse nicht bebaut werden.

Innerhalb von sechs Monaten soll der Magistrat alle bereits existierenden Planungen und Untersuchungen zur Entlastung von Urberach auf den Tisch legen. Die Koalition will vor allem mit Hessen Mobil Umfahrungs- und Verkehrsregelungsmöglichkeiten sowie einen Umbau der B 486 im Stadtgebiet erörtert wissen. „Wir erwarten von den zuständigen Behörden, dass sämtliche in Frage kommenden Varianten geprüft werden“, schließen Gerl und Görlich Denkverbote aus, auch wenn das Wort Umgehungsstraße im Antrag nicht auftaucht.

Priorität genießt jedoch eine Entlastung über Offenthal, Messel und Eppertshausen, die K-L-Trasse. CDU und AL kritisieren, dass diese Möglichkeit planungsrechtlich immer noch nicht durchgerechnet wurde.

Alle Überlegungen müssen auch über die Hauptverkehrsachsen - außer der B 486 auch die L3097 und die Rodaustraße - hinausgehen, fordert die Koalition. Pestalozzistraße, Taubhaus und Kinzigstraße müssten während der Rush Hours morgens und nachmittags als Schleichwege herhalten. (lö)

Bilder: Sitzung in Urberach

Quelle: op-online.de

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