CeoTronics ordnet Kurzarbeit an

Urberach ‐ Die Weltwirtschaftskrise trifft nun auch die CeoTronics AG in voller Härte. Weil Aufträge und Umsätze drastisch zurückgehen, hat der Vorstand ab nächster Woche Kurzarbeit angemeldet. Zunächst sind nur einige Abteilungen betroffen, ab Januar wird sie ausgeweitet. Von Michael Löw

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 ging der Umsatz um 33,8 Prozent auf 6,745 Millionen Euro zurück, der Auftragsbestand sank um 20 Prozent, teilte das Unternehmen mit. Noch drastischer verlief die Entwicklung in den letzten drei Monaten: Da gingen nur noch halb so viel Aufträge ein wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Schuld daran, so Vorstandsvorsitzender Thomas H. Günther, sind Verzögerungen bei der Einführung des Digitalfunks. Polizeibehörden in Deutschland und Nordeuropa bremsen momentan beim Kauf neuer Geräte. So hat CeoTronics zwar eine Ausschreibung des Landes Berlin gewonnen, doch die Bestellungen wurden noch nicht abgerufen.

Nachdem das Urberacher High-Tech-Unternehmen alle anderen Möglichkeiten wie flexible Arbeitszeitkonten oder Abbau von Urlaubstagen ausgeschöpft hat, sei die Kurzarbeit unumgänglich gewesen, erläuterte Günther.

CeoTronics ist Weltmarktführer bei Geräten, die Kommunikation unter schwierigen Bedingungen ermöglicht.

Quelle: op-online.de

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