Spannend wie ein Krimi

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Im Junior-Labor haben die Rödermärker Schüler Schlüssel und Medaillons vergoldet.

Rödermark (lö) - Chemie besteht nicht nur aus Formeln besteht, sondern hat viel unserer Lebenswirklichkeit zu tun und ist spannend wie ein Krimi.

Klaus Scharf, Chemielehrer an der Nell-Breuning-Schule, will seinen Unterricht so praxisnah wie möglich gestalten und besucht mit den Jugendlichen regelmäßig das Junior-Labor, das der Pharma-Konzern Merck und die Technische Universität Darmstadt gemeinsam betreiben.

In diesem speziell für Schüler eingerichteten Labor ist es möglich, chemische Prozesse von Anfang bis Ende mitzuerleben. Oft handelt es sich um einfache, aber spannende Experimente wie zum Beispiel das Entrosten einer Schraube, das Vergolden einer Münze, oder – bei den Schülern noch beliebter – das Herstellen von Eiskrem aus Himbeeren und flüssigem Stickstoff. „Die Praxisnähe besteht darin, dass die Kinder bei den chemischen Vorgängen selbst mit Hand anlegen, sie in Eigenregie durchführen können“, berichtet Scharf, der als Seiteneinsteiger zur NBS kam und mittlerweile Vollpädagoge ist.

Der Labortag wird in der Schule pädagogisch vor- und nachbereitet, damit die Experimente besser verstanden und nachvollzogen werden. Aber vor allem geht es Scharf darum, Lust am Fach, am Experimentieren, am Lernen zu wecken: „Wenn die Kinder verstehen, dass Chemie etwas mit ihrer Lebenswelt zu tun hat, weckt das eine ganz andere innere Beteiligung, als wenn sie sich nur theoretisch mit den Vorgängen beschäftigen.“

Grundsätzlich geht es Scharf auch darum, Freude an naturwissenschaftlichen Berufen zu wecken. „Gerade Chemiker werden in Zukunft händeringend gesucht werden. Praxisnaher Unterricht, wie er an der Nell-Breuning-Schule praktiziert wird, hilft dabei, bereits in der Schule erste grundlegende Techniken späterer Chemieberufe kennenzulernen“. Denn: Zusammenschütten kann jeder – aber um die Substanzen wieder voneinander zu trennen, so sagt man, dafür brauchst du einen Chemiker!

Quelle: op-online.de

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