Ferienaktion „Comiczeichnen“ in Ober-Roden

Strich für Strich zum Männchen

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Mucksmäuschen still und arbeitsintensiv war die Atmosphäre im Vereinsraum der Stadtbücherei während der Ferienaktion „Comiczeichnen“ mit der Berliner Künstlerin Charlotte Hofmann, bei der ganze kleine Geschichten entstanden. 

Ober-Roden - Wer Comics zeichnen kann, ist cool. Denn er kann die guten wie die schlechten Dinge des Lebens, die banalen wie die aufregenden Seiten, in einfachen Strichen auf Papier zaubern und so jeden Betrachter zum Schmunzeln bringen.

Das wollten auch viele Kinder und Jugendliche beim Comic-Kurs des „RömKids“-Programms in den Osterferien lernen: 17 Acht- bis Dreizehnjährige übten das Zeichnen anhand der Helden aus der Comicserie „Greg’s Tagebuch“ von Jeff Kinney.

Im Greg-Zeichenkurs lernten die Mädchen und Jungen Schritt für Schritt, wie man die Hauptfigur illustriert. „Außerdem zeige ich euch, wie und wann Sprechblasen eingesetzt werden können und welche Gefühle Greg mit seiner Mimik und Körperhaltung zum Ausdruck bringen kann“, versprach Charlotte Hofmann zu Beginn des eineinhalbstündigen Lehrgangs, und sie versprach nicht zu viel. Ganze Storyboards entstanden - kleine Geschichten, die komisch und fröhlich kurze Szenen ins Bild setzten. Ein Junge zeichnete das dreiteilige Werk „Gestern - heute morgen - in den nächsten Tagen“, das ins Leben eines Jugendlichen blicken ließ: Schwimmbad: toll, Schneeschippen: nein danke; Zeugnis: au weia!

Die freiberuflich arbeitende Illustratorin Charlotte Hofmann war mit ihren Figuren gleich von den Kindern ins Herz geschlossen worden. „Mach mal etwas mehr Kinn, dann hat der Mund besser Platz!“ Solche und ähnliche Empfehlungen wurden umgesetzt und brachten auch schnell gute Ergebnisse. Die junge Frau ist viel unterwegs. Sie hat Design mit Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule in Münster studiert. „Seitdem lebe und arbeite ich in Berlin. Neben Kinder- und Geschenkbüchern zeichne ich gerne Karikaturen auf Veranstaltungen, sowie Comics und vermittle in Zeichenworkshops Kindern die Grundkenntnisse zum zeichnerischen Geschichtenerzählen.“

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Nach Rödermark war sie dank eines glücklichen Zufalls gekommen. Bibliothekar Bernhard Nowak hatte über Kollegen erfahren, dass sie im Raum Frankfurt noch einen freien Termin hatte. Die Kinder fanden"s gut – sie würden bestimmt nächstes Mal wiederkommen, dann vielleicht mit einem „Monster“-Zeichenkurs, dem zweiten Schwerpunkt der Berlinerin. Anschauungsbeispiele gibt’s unter www.charlottehofmann.de.

chz

Quelle: op-online.de

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