Cool bleiben auf heißem Sand

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In den Top-Spielen des Eröffnungstages behaupteten sich bei den Männern und den Frauen die auf der Setzliste an Nummer eins gesetzten Paarungen.

Urberach ‐ Heißer Sand am Boden und dumpf wabernde Hitze darüber, mehr Wasser als knallbunte Cocktails in den Gläsern und möglichst knapp bemessener Aufenthalt in der Nähe des großen Grills, wo XXL-Garnelen „Größe U5“ brutzelten und dufteten. Von Christine Ziesecke

Das war das erste Wochenende bei „Orwisch Beach“, dem Beachvolleyball-Spektakel und Strandvergnügen am Urberacher Badehaus. Letztes Jahr kämpften die Organisatoren von Stadt und „City Events“, namentlich Peter Schröder und Detlef Beier, gegen Sturm und Regen; in diesem Jahr kamen zwar die Sportlerinnen und Sportler. Doch so manchen Besucher schreckte die große Hitze ab, obwohl das Team auf alles vorbereitet war und nicht nur für Planschbecken, sondern auch hektoliterweise für Mineralwasser, für eine mobile Eisdiele, für viele schützende Schirme und natürlich für Fernseher und Leinwand für „das“ Fußballspiel am Samstag gesorgt hatte.

Partystimmung herrschte trotzdem – zumeist abends, wenn die Hitze nachgelassen hatte und dann doch karibische Cocktails und Orwischer Äppler bis spät in die Nacht guten Absatz fanden.

Bilder vom Beachvolleyball-Spektakel

Beachvolleyball-Spektakel Orwisch Beach

Autos mit Nummernschildern aus PA, MZ, MIL, LM, WAK, FB oder WES zeigten am Samstag, dass Beachvolleyballer im Sommer gerne die wenigen verbliebenen Innenstadt-Volleyballevents abklappern, zumal wenn es um Ranglistenpunkte geht wie bei den A-Turnieren, an denen auch Bundesligaspieler teilnehmen.

Am Sonntagmorgen waren leider die letzten Lokalrivalen ausgeschieden, aber am nächsten Wochenende geht’s mit dem B-Turnier und neuen Chance weiter. Dazwischen ist der Platz offen für die Rödermärker, deren Firmen auch ausschließlich zur Bewirtung zugelassen sind. Das Jugendzentrum hält während der Woche hier ein Beach Camp ab, abends steigt immer eine Beachparty mit DJ, und natürlich werden die entscheidenden Fußballspiele aus Südafrika übertragen.

Am Freitag ist schließlich Jedermann- und Firmentag; Höhepunkt ist ab 16 Uhr ein Benefizspiel zwischen Seniorenbeirat und den Mitarbeitern des „Rödermärker Brotkorbs“, das mit möglichen Wetteinsätzen noch zusätzliche Spannung erhält.

Zum Ende gab‘s wieder Beachparty

Während am Samstag die Organisation und zwei Dritteln aller Spiele auf den MTV-Plätzen konzentriert waren und die Spieler mit Shuttle-Bussen zum Badehaus gefahren wurden, stand dort erst mal die Technik im Mittelpunkt - auch die Videowand, deren Position mehrfach verändert wurde, um beste Lichtverhältnisse zu bekommen. Der Strom brach schon mal zusammen, nachdem bei hochsommerlichen Temperaturen mehr Abnehmer als geplant am Netz hingen. Doch Elektriker Christian Poseiner wusste Rat, half kurzfristig weiter und sorgte dafür, dass auch die deutsche Fahne wieder optimistisch im Ventilator-Wind flatterte.

Auch an allen Ständen herrschte WM-Feeling pur. Einige dicke Regentropfen und aufkommende Windböen sorgten kurzfristig beim Orga-Team für hektische Betriebsamkeit beim Abdecken der Lautsprecher oder Sichern von Zeltwänden und wild herumflatternden Werbebannern, doch das Unwetter blieb glücklicherweise aus.

Der Sonntag, an dem ausschließlich auf dem Centercourt gespielt und wie im vergangenen Jahr ganz locker von Michael Wippermann moderiert wurde, erlebte bei den Beachvolleyball-Finals und den Siegerehrungen mit Bürgermeister Roland Kern weitaus mehr Besucher. Zum Ende gab‘s wieder Beachparty pur. Das gesamte Strandfeeling machte Lust auf eine weitere Woche Urlaubsstimmung am Rodaustrand, gleich vor dem Badehaus.

Quelle: op-online.de

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