Große Sanierung für 210.000 Euro

Dach der Petruskirche wie in den 50ern

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Jetzt kommen die Verputzer. Dann erstrahlt auch die Fassade in neuem Glanz.

Urberach - Zurück zu den Ursprüngen: Nach der Sanierung sieht das Dach der Petruskirche wieder so aus wie im Jahr ihrer Fertigstellung. Auch die Ziegel sollen wieder die Farbe von einst haben: Rubinrot.

Jetzt sieht er wieder aus wie früher, der Turm der Petruskirche in der Wagnerstraße in Urberach. Die notwendige Dachrenovierung brachte ein Rückbesinnen auf die alten Konturen mit sich: 1951 mit einem kleinen Satteldach erbaut, wurde der Kirchturm bei der Renovierung 1978 mit einem markanten Pultdach verändert. Nun musste das Dach von Kirchenschiff und Turm ohnehin entfernt werden und auf die erhaltenswerte Unterkonstruktion eine neue Isolierung mit einem größeren Dachüberstand gesetzt werden. In diesem Arbeitsschritt wurde nach langen Gesprächen im Kirchenvorstand und nach Umfragen nun wieder – wie im Ursprung – ein Giebeldach gesetzt.

„Es läuft alles sehr gut“, freut sich Pfarrer Oliver Mattes. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir wie geplant das Erntedankfest am 6. Oktober mit der Einweihungsfeier verbinden können.“ Am Montagabend wurde in einer langen Sitzung die Farbgestaltung entschieden: die Dachziegel werden rubinrot wie in den 50er Jahren, die Fassade in einem basaltartigen Weiß-Grau gehalten. Die Außenfarbe Rot, wie sie in den 60er Jahren schon einmal vorgeherrscht hatte, war ebenso wie Gelb von der Kirchenverwaltung abgelehnt worden. Bei der Renovierung war jetzt das frühere Rot im Turm entdeckt worden: es wird sich in Zukunft im Sockel wiederfinden.

„Innen tut sich auch einiges. Im Seitenschiff wurde die Zwischendecke herausgenommen und wir haben nun einen hohen Raum, der licht und weiß werden wird“, freut sich Oliver Mattes über das Ergebnis. Die Dachdeckung geht in die Endphase, die Verputzer beginnen ihre Arbeit. „Bislang liegen wir voll im Finanzrahmen.“ Von den rund 210.000 Euro Bauvolumen, wovon 65 Prozent aus landeskirchlichen Mitteln getragen werden, bleiben 73.500 Euro als Eigenanteil bei der Gemeinde hängen. Im September, wenn das Pfarrerehepaar in Urlaub geht, möchte der Architekt weitgehend fertig sein - bis auf die anstehenden Nachbesserungen. Was weiterhin ansteht, sind noch zahlreiche Grünschnitt-Arbeiten, um den Blick auf die Kirche zu verbessern. Schon jetzt fällt auf, dass die Turmuhren bei der neuen Turmform viel besser zur Geltung kommen. Letzter Schritt wird schließlich das Anbringen des Kreuzes sein, das bislang am schrägen Turm hing. Es wird in Zukunft die Turmspitze zieren, damit die Kirche von weitem schon erkannt wird.

chz

Quelle: op-online.de

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