Ohne verständnisvolle Familien wären Feuerwehrleute aufgeschmissen

Dankeschön an Angehörige

+
Die neue Vorsitzende des Feuerwehrvereins Birgit Weber (links) ehrte beim Familientag zahlreiche verdiente Kräfte. Sie stellten sich samt aller Laudatoren vor der Feuerwache zum Gruppenbild.

Ober-Roden - Der Familientag der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Roden soll den Angehörigen der Wehrleute zeigen, dass sie in der großen Feuerwehrfamilie ihren Platz haben.

Im Zentrum steht auch der Dank für ihre häufig strapazierte Rücksicht und ihr oft schon lange Jahre aufgebrachtes Verständnis. Einmal im Jahr richtet die Feuerwehr ihr Augenmerk ganz auf die Angehörigen ihrer Mitglieder, die so viel Rücksicht auf ihre Partner nehmen müssen. Gleichzeitig werden an diesem Tag vor den Augen der Familienmitglieder verdiente Kameraden ausgezeichnet. In der jüngeren Generation waren das nun Nicolas Spieß, Pierre Beckmann, Jennifer Weber, Walter Goßmann und Merlin Rebel (sowie in Abwesenheit Daniel Müller) mit der Floriansmedaille – teils in Silber, teils in Bronze. Neu vorgestellt in der Jugendwehr wurde Joshua Rebel, in der Einsatzabteilung Tobias Beck, Fuad Ahmet, Tom Beckmann und Ralf Thoms. Aus der Einsatzabteilung wechselte altersbedingt Hubert Schallmayer in die Alters- und Ehrenabteilung.

Passende Worte des Dankes und der Anerkennung und aktuelle Zahlen aus dem Kreisgebiet brachte Kreisbrandmeister Günter Fenchel zur Ehrung mit. 721 Feuerbekämpfungen, weit über 2000 technische Hilfeleistungen, 537 Menschen unverletzt in Sicherheit gebracht, 731 Personen verletzt geborgen, und 53 mal kam jede Hilfe zu spät – das sind die aktuellen Zahlen des Vorjahres aus dem Bereich der Kreiswehren.

„Bezogen auf die Einwohner haben wir viel zu wenige Wehrleute: im Kreis sind das 1793 Freiwillige, das sind 13 mehr als im Vorjahr, darunter sind 200 Frauen, fünf mehr als 2015.“

Bilder: Feuerwehr übt Umgang mit Chemikalien

117 Ehrenamtliche haben in den Einsatzabteilungen neu angefangen, darunter 61 Seiteneinsteiger: „Bis vor 15, 20 Jahren kamen die Neuen fast ausschließlich aus der eigenen Jugend.“ In 15 Kindergruppen im Kreis sind derzeit 264 Mädchen und Jungen aktiv.

„Die Belastung unserer Aktiven ist sehr hoch und geht weit über ein Hobby hinaus.“ Um das System weiter zu pflegen, muss ein solider Personalstamm aufgebaut werden – und diesem Personal auch entsprechend gedankt werden, vonseiten des Vereins wie auch von Seiten der Stadt, vertreten durch den Ersten Stadtrat Jörg Rotter.

So bekamen Anerkennungsprämien für langjährige Mitgliedschaft Walter Goßmann (10 Jahre), Nico Scholz und Dennis Weyel (jeweils 20 Jahre), Peter Löbig und Klaus Brehm (jeweils 40 Jahre) ebenso wie Axel Prenzel, der aus gesundheitlichen Gründen fehlte.

Originell wurde es bei den Ehrungen durch den Feuerwehrverein, welche die neue Vorsitzende Birgit Weber, begleitet von herzlichem Gelächter von allen Seiten, mit den an ihren Ehemann gerichteten Worten eröffnete: „Tja, Herbert, wer hätte gedacht, dass dich deine Frau irgendwann einmal ehrt!“, um das noch zu erweitern: „…und dich, Franz, deine Schwiegertochter!“

Feuerwehr löscht Autobrand in Dudenhofen: Bilder

Neben Thomas Braun für 25 Jahre Treue und Stefan Hitzel für 40 Jahre ehrenamtliches Engagement in diesem Verein wurden damit Herbert Weber für 40 Jahre und gleichzeitig sein Vater Franz Weber für eher seltene 65 Jahre Zugehörigkeit mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Dass Birgit Weber diese Ehrung vornehmen konnte, war die Folge einer der beiden Verabschiedungen an diesem Familientag. Als Vereinsvorsitzender war Herbert Weber zuvor zurückgetreten und hatte seiner Frau Platz gemacht. Gleichzeitig wurde Marcus Kügler gedankt, der den Posten des Wehrführers am 2. März an Thomas Braun übergeben hatte.

Thomas Braun ist schon lange Zeit der Ober-Röder Wehr treu; zweieinhalb Jahre war er stellvertretender Wehrführer, jetzt wurde er Marcus Küglers Nachfolger. Verabschiedet wurde an diesem Nachmittag auch Merlin Rebel, der aus beruflichen Gründen die Betreuung der Kinderfeuerwehr aufgeben muss. (chz)

Quelle: op-online.de

Kommentare