Ober-Roden

Wer darf für die Stadt sprechen?

Ober-Roden - (lö) Wer spricht im Planungsverband Frankfurt für Rödermark - Bürgermeister Roland Kern oder der vom Parlament gewählte Vertreter, der Erste Stadtrat Alexander Sturm?

Der Streit über ein Gewerbegebiet am Westrand von Ober-Roden beschäftigte diese Woche den Bauausschuss und war gestern Nachmittag Thema eines Pressegesprächs der Anderen Liste (AL).

Deren Position ist klar. Sturm betreibe Machtmissbrauch und greife die „Grüne Mitte“ frontal an, wenn er ohne Beschluss von Magistrat und Parlament im neuen Regionalen Flächennutzungsplan die Ausweisung des zehn Hektar großen Gewerbegebiets fordere. Nach Ansicht des AL-Fraktionsvorsitzenden Stefan Gerl hätte hier auch Bürgermeister Roland Kern gefragt werden müssen. Würde die Stadt Brachflächen intelligent nutzen, brauche sie weder zusätzliche Industrie- noch neue Wohngebiete.

Die FDP hingegen stützt Sturms Position. Die Vorsitzenden von Partei und Fraktion, Manfred Rädlein und Hans Gensert, werfen der AL einen „Verhinderungsfeldzug in Sachen Stadtentwicklung“, „Populismus“ und „Rückwärts-Denke“ vor. Rödermark benötige städtische Grundstücke für weitere Firmenansiedlungen, die Reserven seien auf 25 000 Quadratmeter geschrumpft. Zudem sei Sturms Vorstoß durch einen Parlamentsbeschluss des Jahres 2001 gedeckt. Damals hätten CDU, SPD und FDP entschieden, zwischen Rödermark ring, Marien- und Albert-Einstein-Straße ein Gewerbemischgebiet auszuweisen.

Quelle: op-online.de

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