Ralph Hartung neuer Parteichef

Fast nur 95-Prozent-Ergebnisse bei der Wahl des CDU-Vorstandes 

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Der neu gewählte Vorstand der CDU Rödermark und die geehrten Mitglieder: (von links) Elisabeth Reuter und Adi Schrod (jeweils 25 Jahre in der CDU), Maria Becht (50 Jahre) und Margot Süß (40 Jahre) sowie der Vorsitzende Ralph Hartung (Mitte 2. Reihe) für ebenfalls 25 Jahre in der Partei. 

Urberach - Mit 45 Ja-, einer Gegenstimme und einer Enthaltung wählte die CDU Ralph Hartung zum neuen Vorsitzenden. Adrienne Erkelenz, eine von zwei stellvertretenden Vorsitzenden, erhielt nur 33 Ja-Stimmen.

Dennoch ging der Führungswechsel der Rödermärker Christdemokraten laut- und reibungslos über die Bühne. Ein fast einstimmig gewählter Vorsitzender und ein nur wenig veränderter Vorstand führen die CDU ins neue Jahr. Bei der turnusmäßigen Mitgliederversammlung blickte Ralph Hartung, der im Sommer Patricia Lips an die Parteispitze gefolgt ist, erst einmal weit zurück: „Das Ergebnis der Kommunalwahl 2016 mit 39,5 Prozent war akzeptabel. Die Koalitionsverhandlungen bescherten uns neben dem Posten des Ersten Stadtrates drei weitere Stadtratsposten, dazu den Stadtverordnetenvorsitzenden.“ Wichtigste inhaltliche Konsequenz war die Fortsetzung des schwarz-grünen Bündnisses: „Der Koalitionsvertrag mit der AL bestimmt bis heute unser Handeln.“

Streit nach Kern-Sieg nur Thema am Rand

Unerwartet lief es bei den Bürgermeisterwahlen im Frühjahr: „Statt eines neuen bekamen wir einen alten Bürgermeister.“ Doch Roland Kern will bekanntlich nur zwei Jahre im Amt bleiben, „und das beobachten wir im Moment jeden Tag.“ Ralph Hartung ergänzte nach den CDU-internen Querelen um die Fortsetzung der Koalition: „Mittlerweile arbeiten wir im Stadtparlament wieder sehr solide zusammen.“

Ohne auf die Hintergründe des Streits einzugehen, berichtete Hartung, dass er seit Juli die CDU „in die Geschlossenheit“ führt. „Das war bisher meine Hauptaufgabe.“

Fraktionsvorsitzender Michael Gensert erläuterte vor 47 der insgesamt 187 Mitglieder Inhalte der Stadtentwicklung. Die CDU achte darauf, dass alle, also möglichst auch die Opposition, mitmachen. Denn das sei Ausgangspunkt des Rödermark-Planes gewesen. „Wir brauchen dringend gewerblich nutzbare Flächen. Wir mussten 70 Firmen in den letzten Jahren wegschicken, weil wir kein Gelände haben – das können wir uns auf Dauer nicht leisten“, sagte er auch an die Adresse des Koalitionspartners. Genserts Prognose: Die neuen Gewerbegebiete Kapellenstraße und Hainchesbuckel werden mit etwa zehn und zwölf Hektar wohl zu klein sein.

Eine der nächsten Aufgaben werde die sogenannte „grüne Mitte“ zwischen Ober-Roden und Urberach sein, „doch bevor man plant, muss man erst wissen, was mit Rödermark passieren soll.“ Dazu möchte die CDU einen auswärtigen Planer beauftragen, der diesen Planungsprozess in einem Jahr abschließen soll. Gensert betonte am Ende seiner mit viel Beifall bedachten Ausführungen: „Wir sind ein guter, geschlossener Haufen mit vielen Ideen!“

Erfreulich verlief die Bundestagswahl am 24.  September für die örtliche CDU, denn die Urberacher Wahlkreisabgeordnete Patricia Lips lag wieder vor ihrem Herausforderer Dr. Jens Zimmermann (SPD).

Ex-Vorsitzende Lips berichtet aus Berlin

Hoch interessiert hörten die Mitglieder zu, als Patricia Lips von der ersten Parlamentswoche in Berlin erzählte – eine Woche voller Unwägbarkeiten, aber mit laufender parlamentarischer Arbeit trotz einer geschäftsführenden Regierung. Und sie blickte nach vorne: „Ich hätte mir Schwarz-Gelb gewünscht, aber ich bin pragmatisch genug zu sehen: Es muss halt auch so gehen! Neuwahlen wären die allerschlechteste Option. Wir sollten der SPD etwas Raum und etwas Luft lassen.“

„Die Junge Union ist im Umbruch“, ergänzte Ralph Hartung, nachdem der bisherige Vorsitzende Maximilian Steiger nicht wieder zur Wahl stand. „Wir hoffen aber, bis Weihnachten hier einen neuen Vorstand zu haben.“

Bilder: Kerb in Urberach

Die Wahlen verliefen mit Ausnahme einer Position fast einstimmig. Ralph Hartung wurde zum Vorsitzenden gewählt. Für Stellvertreter Bernd Reuter, der jetzt Beisitzer ist, wurde Adrienne Erkelenz (33 Ja-Stimmen) gewählt. Dr. Alexander Görlich wurde als Parteivize bestätigt.

Neben Bernd Reuter arbeiten Maria Becht, Bernd Drescher, Jürgen Menckhoff, Dieter Rebel, Ralph Reblin, Mona Reusch und Sabine Schäfer als Beisitzer im Vorstand. Schatzmeisterin bleibt Isabelle Schrod, Schriftführer Thomas Rosenblatt. Mitgliederbeauftragte ist Anna-Monika Gierszewski. (chz)

Quelle: op-online.de

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