„Der Schatzmeister selbst ist ein Schatz!“

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Alle Jahre ein schöner Höhepunkt der Hauptversammlung des Freundeskreises „ProMorija“: die symbolische Übergabe eines Teils der Spenden von Schatzmeister Rudolf Straube und Vorsitzender Margot Süß (rechts) an die Leiterin des Hauses Morija, Sr. Dorothea Lakowitz.

Ober-Roden - (chz) 31 000 Euro Einnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen und ganze fünf Euro Ausgaben für Verwaltungskosten - das ist der Verein „ProMorija“, der seit zehn Jahren die Pflegearbeit der Christusträgerschwestern im Haus Morija ehrenamtlich unterstützt und mit intensiver Mitgliedswerbung und hochwertigen Basaren seine Einnahmen erwirtschaftet.

Vorsitzende Margot Süß und Schatzmeister Rudolf Straube zogen ein gutes Resümee des Jahres 2008, das jetzt mit der Übergabe von 9 000 Euro an Heimleiterin Schwester Dorothea Lakowitz endete und Rechnungsprüfer Karl Hegner zu dem Satz bewegte: „Hier ist der Schatzmeister selbst schon ein Schatz!“

Mit öffentlichen Veranstaltungen macht „ProMorija“ weiter auf sich aufmerksam, so etwa als nächstes die Bücherwoche vom 18. bis 22. Mai, die mit Lesungen der Rodgauer Schriftstellerin Anneliese Schmidt beginnt und der Urberacher Lyrikerin Carola Hügli endet. Auch Vorträge über Ernährung im Alter und über Hilfsmittel für die häusliche Pflege stehen auf dem Jahresplan.

Die stellvertretende Vorsitzende Petra Heufers, die auch die betriebswirtschaftlichen Belange des Heimes bearbeitet, erläuterte die neuen Planungen im Gesundheitswesen. Die drückenden Sorgen aus dem letzten Jahr haben sich etwas gelichtet, nachdem die Eingruppierung in Pflegestufen nun von den medizinischen Diensten der Pflegekassen innerhalb kürzerer Zeit getätigt werden und gute Pflege gerade in der ersten Zeit im Heim besonders honoriert wird.

Auch der akute Mangel an Pflegepersonal wird vom Haus Morija durch die langjährige Ausbildung von Pflege- und Hauswirtschaftskräften zunächst noch gut aufgefangen.

Doch neue Probleme stehen vor der Tür, nachdem sich Ministerin Ulla Schmidt und die Vertreter von Kassen, Ärzten, Pflegern und Kliniken auf die regelmäßige Bewertung der Pflegequalität geeinigt haben - generell eine gute Sache. Doch das geplante System in Form von Schulnoten birgt viele Gefahren, da sinnvolle Durchschnittsnoten für Heime auf etwa 400 Einzelkriterien basieren müssten, sagte Leiterin Lakowitz.

Diese Schreibarbeit geht zu Lasten der Pflegearbeit. „Bei den Pflegestufen 1, 2 oder 3 muss ich wirklich den Menschen anschauen; bei einem Bewertungsspielraum bis 10 erfasse ich den Menschen nur noch in Computerbewertungsbögen.“Auch der neue stellvertretende Vorsitzende des Christusträger-Sozialwerks Ernst Karliczek stimmte dem bei: „Ich hoffe, dass uns diese Bewertungsbürokratie erspart bleibt!“

Quelle: op-online.de

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