Den Dialog voran getrieben

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Der Vorsitzende des Rödermärker Ausländerbeirats, Hüseyin Firat, begrüßte nicht nur die Gäste zu der kleinen Geburtstagsfeier in der Urberacher Kelterscheune, sondern erfreute sie auch mit den Klängen der Saz, der türkischen Laute, und mit Gesang. Firat ist seit 15 Jahren in der multikulturellen Dietzenbacher Formation „Saitensprung“ aktiv.

Urberach - (chz) Unter dem beziehungsreichen Motto „Matinee der Begegnung“ feierte am Sonntag der Ausländerbeirat Rödermark seinen 15. Geburtstag.

„Für Sie alle sind 15 Jahre vielleicht nicht viel, aber für uns schon“, betonte Vorsitzender Hüseyin Firat in einem Jahr, in dem mit dem im Parlament einstimmig verabschiedeten Integrationskonzept und dem Brückenfest Anfang Juni wirklich Gutes für das Zusammenleben aller Rödermärker geschaffen wurde.

In der Stadt leben rund 3000 Bürger aus 100 Nationen, und jeder vierte Einwohner hat einen Migrationshintergrund, also irgendwo im Stammbaum nicht-deutsche Vorfahren. Sie brauchen eine starke Interessenvertretung, erläuterte Geschäftsführer Andreas Prohofsky.

Bürgermeister Roland Kern brachte Zahlen der letzten Ausländerwahlen mit: Rödermark lag mit 17,12 Prozent Beteiligung nicht nur mit weitem Vorsprung an der Spitze im Kreis Offenbach, sondern überwältigend hoch im Vergleich mit dem hessenweiten Schnitt mit 7,75 Prozent. „Das ist der Verdienst Ihrer guten Arbeit“, lobte der Bürgermeister.

Stadtverordnetenvorsteherin Maria Becht zitierte die Hessische Gemeindeordnung, nach der alle Kommunen, die mehr als 1000 ausländische Einwohner beherbergen, einen Ausländerbeirat gründen müssen. Eine „weitere Facette meiner Wertschätzung Ihrer Person, Herr Hidir Karademir“ sei die Tatsache, dass er der Gründervater des Rödermärker Ausländerbeirats ist.

Karademir beschloss den Reigen der Reden mit einer kurzen Geschichte der Zuwanderung nach Deutschland: „Man holte Arbeitskräfte, und es kamen Menschen.“ Der Dialog ist nach seiner Meinung das absolute Zauberwort für das Zusammenleben, und „Stadt und Ausländerbeirat haben dazu beigetragen, dass der Dialog gut voran gekommen ist.“

Quelle: op-online.de

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