Die Uhren um 30 Jahre zurück gedreht

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Noch mehr Autos vor ihren Häusern befürchten die Urberacher, sobald die Offenthaler Umgehungsstraße, die B 486 neu, freigegeben wird. Der Ausbau der K-L-Trasse könnte die Anwohner von Konrad-Adenauer- und Traminer Straße wirksam entlasten, stößt aber besonders in Messel auf Widerstand.

Urberach (lö) - 80 Prozent Zustimmung für die K-L-Trasse: Das ist das eindeutige Ergebnis unserer - allerdings schlaglichtartigen - Online-Umfrage zur Verkehrentlastung für Urberach. Den „Odenwaldzubringer“ favorisieren demnach nur gut 13 Prozent.

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Und knapp 7 Prozent meinen, dass die Urberacher 900 Autos mehr am Tag auch ohne Umgehungsstraße verkraften. Das Thema erhitzt die Gemüter wie schon lange keines mehr. Die Artikel über den „Odenwaldzubringer“ und die K-L-Trasse sind einsame Spitzenreiter unserer Click-Liste. Kann Urberach überhaupt entlastet werden, wenn in gut zwei Jahren die Offenthaler Südumgehung frei gegeben wird? Fallen für die K-L-Trasse oder den „Odenwaldzubringer“ mehr Bäume? Wer ist schuld am Schlamassel?

Fragen wie diese werden kontrovers und zum Teil auch polemisch diskutiert. Hier ein paar Ansichten aus der aktuellen Debatte:

„Die einzige vernünftige Lösung ist eine direkte Anbindung der Offenthaler Südumgehung an den Eppertshäuser Knoten“, macht sich „orwischer“ für den „Odenwaldzubringer“ stark. Er sei die kostengünstigste und kürzeste Variante und spare Zeit und Energie. Die K-L-Trasse, also die Umgehung Urberachs auf der K 180 und der L 3317, vernichte gewachsenen Wald und entlaste Urberach auf Kosten von Nachbargemeinden.

„Odenwaldzubringer“ aus ökologischen Gründen verworfen

Mit Vernunft habe es wohl wenig zu tun, wenn man parallel zu zwei vorhandenen Straßen „eine komplett neue Trasse durch die Landschaft schneidet“, hält „Fleischwurst“ dagegen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte den „Odenwaldzubringer“ - allerdings auf Dreieicher Gebiet - unter anderem aus ökologischen Gründen verworfen. „Den Odenwaldzubringer wieder aufzuwärmen, wirft die Diskussion 30 Jahre zurück“, pflichtet „grautvornix“ bei.

„Nobody“ wirft die Frage auf, ob Autofahrer, die vom „Eppertshäuser Knoten“ auf die K 180 nach Messel und von dort über die L 3317 nach Offenthal müssten, die K-L-Trasse überhaupt akzeptieren würden. Nach seinen Berechnungen ist sie 11,7 Kilometer lang - 3,3 Kilometer mehr als der direkte Weg durch Urberach.

Andere Teilnehmer unserer Online-Diskussion sind sicher: Autofahrer nehmen diesen Umweg gern in Kauf, wenn er ihnen Ampeln und Staus in Urberach erspart.

Quelle: op-online.de

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