Dokumentation der Pflege frisst Zeit

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„ProMorija“-Schatzmeister Rudolf Straube (links) überreichte dem 2. Vorsitzenden des Christusträger-Sozialwerks, Dr. Ernst Karliczek bei der Hauptversammlung 7 500 Euro - die letzte Rate der Spenden von insgesamt 34 000 Euro aus dem Jahr 2010.

Ober-Roden - 34.000 Euro aus Spenden, Basaren und Mitgliedsbeiträgen im Jahr 2010 und dabei fünf Euro Verwaltungskosten: Das ist die eine, die materielle, Seite der Hilfe, die der Verein „ProMorija“ dem gleichnamigen Alten- und Pflegeheim im Breidert zukommen lässt. Von Christine Ziesecke

Außerdem unterstützen rund 30 Ehrenamtliche die Arbeit der 125 Hauptamtlichen. Und diese Hilfe kann das Haus Morija mehr denn je brauchen. Grund: Die vom Prinzip her sinnvollen Qualitätskontrollen durch das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) verlangen dem Personal viel Zeit ab. Gute Qualität muss minutiös dokumentiert und jederzeit nachgewiesen werden, nicht nur bei unangemeldeten Begehungen durch die Heimaufsicht, sondern auch für unangemeldete Prüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).

Der drückt die Ergebnisse der Prüfungen in Noten aus und veröffentlicht sie im Internet. Eine lückenlose Dokumentation jedes Pflegeschrittes ist dafür unerlässlich – das heißt: qualitativ anspruchsvolle Betreuung muss auch erstklassig dokumentiert werden. Und zwar innerhalb der normalen Arbeitszeit, noch dazu mit hohem Zeitaufwand für die Prüfungen. Wie gut das dem Haus Morija gelingt ist, zeigt die Note 1,1 in der MDK-Prüfung.

Übergabe von 7500 Euro an Dr. Ernst Karliczek

Seit fast zwölf Jahren unterstützt „ProMorija“ die Pflegearbeit der Christusträgerschwestern im Haus Morija. Vorsitzende Margot Süß und Schatzmeister Rudolf Straube zogen bei der Hauptversammlung ein gutes Resümee des abgelaufenen Jahres, das mit der erneuten symbolischen Übergabe von 7500 Euro an Dr. Ernst Karliczek, den stellvertretenden Vorsitzenden der Christusträger-Sozialwerke endete.

Petra Heufers, die zweite Vorsitzende von „ProMorija“, die zugleich auch die betriebswirtschaftlichen Belange des 105-Betten-Hauses bearbeitet, erläuterte den Mitgliedern abschließend die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen Pflegeheime arbeiten müssen. Auch die Betreuung im Haus Morija wird zunehmend vom Spardruck in den sozialen Sicherungssystemen geprägt: „Doch mit Hilfe von ProMorija kann das Altenpflegeheim auch im laufenden Jahr seine Angebote nach außen und innen weiter halten und dabei die Balance zwischen Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit wahren.“

„ProMorija“ trägt also mit seinen Spenden einiges zur guten Ausstattung des Heimes zu zusätzlichen Pflegestunden bei - ein wertvoller Gewinn für die alten, kranken und behinderten Bewohner.

Quelle: op-online.de

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