Feuerwehr sorgt sich weiter um die Einsatzstärke tagsüber

Doppelalarm soll Entspannung bringen

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Die Feuerwehr Rödermark hat Stadtbrandinspektor Herbert Weber (links) wiedergewählt. Peter Gotta bleibt sein Stellvertreter.

Rödermark - Wenn"s tagsüber brennt, rückt der erste Löschzug mit Minimalbesetzung aus. Die sogenannte Tageseinsatzstärke macht der Feuerwehr weiter Kummer. Doch ein geändertes Alarmkonzept dürfte die Situation etwas entschärfen.

Die Feuerwehr Rödermark hat ihre Hauptversammlung abgehalten, Herbert Weber wurde als Stadtbrandinspektor wiedergewählt. In seiner Bilanz ging Weber auf die Einsatzzahlen des vergangenen Jahres sowie auf die Personalsituation ein. 133 Feuerwehrmänner und -frauen haben zwischen dem 1. November 2016 und dem 31. Oktober 2017 281 Einsätze geleistet. Sie löschten 71 Brände und leisteten in 167 Fällen Hilfe unterschiedlichster Art. Als wichtigste Herausforderung sieht der Stadtbrandinspektor die Tageseinsatzstärke an. Immer weniger der freiwilligen Helfer haben einen Arbeitsplatz im Stadtgebiet und sind bei einem Einsatz schnell verfügbar. In Anwesenheit von Bürgermeister Roland Kern und dem Ersten Stadtrat Jörg Rotter mahnte Weber nachdrücklich „ein zukunftsorientiertes Konzept für Rödermark“ an.

Vor den Neuwahlen zogen Stadtbrandinspektor Weber und sein Stellvertreter Peter Gotta eine Bilanz der vergangenen fünf Jahre. „Gemeinsam mit den Wehrführungen der Stadtteile konnte die Zusammenarbeit und somit die Einsatzbereitschaft, gerade auch tagsüber, erheblich verbessert werden“, versicherte Weber. Bei bestimmten Alarmmeldungen rückten die Wehren beider Stadtteile gleichzeitig aus.

Feuerwehr und Stadt haben 2017 vom Land Zuwendungsbescheide für vier neue Einsatzfahrzeuge erhalten. Damit können teilweise über 30 Jahre alte Feuerwehrautos ausgeschrieben und beschafft werden. Das europaweite Verfahren kann allerdings ein Jahr dauern. Mit den neuen Fahrzeugen will die Feuerwehr langfristig den Fuhrpark reduzieren. „Wenn alles klappt, können zwei Fahrzeuge in Ober-Roden eingespart werden; die vorhandene und notwendige Ausstattung kann auf den neuen Fahrzeugen untergebracht werden“, sagte Weber. Zusammen mit seinem Stellvertreter Peter Gotta wurde Herbert Weber einstimmig für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Bürgermeister Kern vereidigte die Wehrspitze vorige Woche in der Magistratssitzung.

Bilder: Großbrand im Industriegebiet von Ober-Roden

Der Bürgermeister informierte die Feuerwehrleute über eine Änderung der Verwaltungsstruktur. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wird die Fachabteilung Brandschutz in eine Stabsstelle überführt, die direkt dem Bürgermeister unterstellt ist. Zum Leiter soll ein hauptamtlicher Mitarbeiter der Stadtverwaltung - voraussichtlich aus der Abteilung Brandschutz - bestimmt werden. Somit ist sichergestellt, dass nur der Leiter der Stabsstelle über die für die Feuerwehr bereitgestellten Haushaltsmittel verfügen kann, begründete der Verwaltungschef die neue Organisationsstruktur. (lö)

Quelle: op-online.de

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