Doppelt so viele Aufgüsse

Urberach (bp) ‐ Das Badehaus richtet seine Öffnungszeiten künftig noch enger nach den Bedürfnissen der Kunden. „In den Kernzeiten, wenn viel Publikum da ist, wollen wir einen Mehrwert bieten“, erläutern Badehausleiter Simon Nothhelfer und Erster Stadtrat Alexander Sturm.

Die ab 1. November geänderten Öffnungszeiten seien die Konsequenz aus einer Kundenbefragung und der Analyse einer Unternehmensberatung. Die Sauna wird ab 1. November ab 12 Uhr (bisher 10 Uhr) geöffnet sein. Ausnahme: Sonntag. Da haben Besucher Zutritt ab 11 Uhr. Schluss mit Schwitzen ist - wie bisher - um 23 Uhr, Freitag und Samstag um 24 Uhr. Von 16 bis 20 Uhr wird das Personal verdoppelt. Bedeutet: dann gibt es alle 30 Minuten Aufgüsse (bisher nur jede Stunde). Im Schwimmbad strebt der Betreiber eine Entflechtung des regulären Publikumsverkehrs und der vielen Vereine an. Nothhelfer sagte, es sei „manchmal ein Thema gewesen“, dass herkömmliches Publikum sich über die für Vereine reservierten Bahnen gewundert habe. Sturm versicherte, die Vereine würden „nicht in irgend welche Randzeiten geschoben“. Vielmehr suche der Badehausbetreiber ab sofort die Kommunikation über dieses Thema. Durch veränderte Öffnungszeiten ergäben sich für die Vereine attraktive Zeiten, in denen sie die vier 25-Meter-Bahnen in größerem Umfang als bisher nutzen könnten. Das wolle man den Betroffenen versuchen, schmackhaft zu machen. Niemand wolle am beispielhaften Engagement der Vereine und insbesondere auch der Schulen im Badehaus rütteln. Sturm nannte es einen „Riesen-Erfolg“, dass es dank des Badehauses gelungen sei, dass sämtliche Grundschulkinder schwimmen lernen können.

Das Bad öffnet ab 1. November um 9 Uhr und schließt um 21 Uhr (bisher 22 Uhr). Es bleibt aber bei den zwei Tagen (Montag und Donnerstag) für die Frühschwimmer. Für diese ist dann ab 7 Uhr offen. Parallel zu den neuen Öffnungszeiten gelten erhöhte Eintrittspreise. Der 90-Minutentarif und der Zweistundentarif werden 50 Cent teurer, die Tageskarte bleibt bei fünf Euro. Langfristig rechnet Sturm mit einem Jahreszuschuss fürs Badehaus von 650000 Euro. 2008 legte die Stadt rund 950000 Euro drauf.

Quelle: op-online.de

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