Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung

Drei Generationen üben den Ernstfall

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Zusammen klappt’s: Erfahrene Feuerwehrleute arbeiteten mit dem Nachwuchs eng zusammen.

Ober-Roden - Zum dritten Mal veranstalteten am Samstag Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung der Feuerwehr Ober-Roden eine gemeinsame Übung.

Übungsteilnehmer schlüpften in Chemikalienschutzanzüge.

Nach dem Aussiedlerhof Gaubatz und den Werkstätten Hainbachtal in den vergangenen beiden Jahren probte man diesmal auf dem städtischen Betriebshof den Ernstfall. Viele Zuschauer schauten in der Albert-Einstein-Straße vorbei, gähnende Leere herrschte dagegen am Samstagnachmittag in der Fahrzeughalle der Stützpunktfeuerwehrwache. Elf von zwölf Einsatzfahrzeugen waren nämlich ausgerückt. 82 Feuerwehrleute beteiligten sich an der Übung. 20 kamen von der Kinderfeuerwehr, 22 von der Jugendfeuerwehr und 40 von der Einsatzabteilung.

Die Besatzungen der einzelnen Fahrzeuge waren bunt gemischt, so schritten langjährige Feuerwehrleute gemeinsam mit dem deutlich unerfahrenen, aber nicht minder engagierten Nachwuchs zum Löscheinsatz. Bis vor zwei Jahren hatten Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie die Einsatzabteilung getrennt den Ernstfall geübt, seitdem gibt es einmal im Jahr eine gemeinsame Übung.

Mehrere „Verletzte“ mussten gerettet werden. Viele Szenarien, die Feuerwehrleuten in ihren Einsätzen begegnen, wurden am Samstag durchgespielt.

Die stößt sowohl bei Besuchern als auch bei den Feuerwehrleuten selbst auf ein positives Echo. „Wir werden jedes Jahr mehr“, freute sich Jenny Weber, die die Übung gemeinsam mit Mutter Birgit maßgeblich vorbereitet hatte. „Schön ist es beispielsweise, wenn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr das Erlernte an die Kinderfeuerwehr weitergeben können.“ Seit einem Vierteljahr waren sie mit den Vorbereitungen beschäftigt. Unter anderem galt es die Trupps so zusammenzustellen, das ältere Feuerwehrleute gemeinsam mit jüngeren ausrücken. Die Zusammenarbeit werde dadurch selbstverständlich, so Jenny Weber. „Da wird den Jüngeren auch ein wenig die Angst genommen, in die nächste Abteilung aufzurücken“, nannte Weber die Anfangsidee der gemeinsamen Übung.

Zu tun gab es für die Übungsteilnehmer auf dem Betriebshofgelände reichlich. Es wurden verschiedene Löschangriffe simuliert. An einer Stelle war sogar ein echtes Feuer entzündet worden, das brannte unter anderem dank des Löschschaumes aber nicht lange. Nach einem Verkehrsunfall mussten zwei Verletzte aus einem Autowrack befreit werden. Erfahrene Einsatzkräfte und Kinderfeuerwehrleute arbeiteten gemeinsam mit der Rettungsschere.

Im Gebäude war ein Wohnungsbrand angenommen worden, eine vermisste Person wurde aus dem ersten Stock gerettet. Damit nicht genug der Schreckensszenarien: Ein Gefahrguttank war aufgeplatzt, mit Chemikalienschutzanzügen machten sich die Übungsteilnehmer daran, die gefährliche Flüssigkeit umzupumpen. „Cool“, meinten die jungen Feuerwehrleute, als sie in die Schutzanzüge schlüpften. Außerdem im Übungsangebot: Zwei Verschüttete galt es bei einem Bauunfall aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Feuerwehrübung von drei Generationen in Ober-Roden: Bilder

Viele Szenarien, die Feuerwehrleuten in ihren Einsätzen begegnen, wurden am Samstag durchgespielt. Die Anspannung vor allem bei den jüngeren Übungsteilnehmern wich dem Stolz, die Übungsziele erreicht zu haben. Anschließend gab es viel Lob von den Erwachsenen. „Ich weiß nicht, wer mehr aufgeregt war: Die Kinder oder die Eltern. Jedenfalls hatten alle Spaß“, berichtete Jenny Weber.

Die Feuerwehr freute sich, mit dem städtischen Betriebshof einen passenden Übungsplatz gefunden zu haben. Das ist bei Übungen dieser Größenordnung gar nicht so einfach. Beim anschließenden Kaffee und Kuchen konnten unter schon Pläne geschmiedet werden, wo die 2019er Übung stattfindet. (ey)

Quelle: op-online.de

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