Erste SPD-Lesenacht

Drei literaturbeflissene Genossen lesen vor

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Gemeinsam saßen die drei Autoren (von links) Hidir Karademir, Samuel Diekmann und Thorsten Hühne nach der Lesung noch für Fragen und fürs Signieren ihrer Bücher bereit.

Urberach - „SPD und Kultur“ - das klingt sehr nach Wahlkampfgetrommel. Wenn das Trommeln aber so unaufdringlich und sinnvoll ausfällt wie bei dieser sozialdemokratischen Lesenacht in der Kelterscheune, dann wünschte man sich diese Art der Kultur von jeder Partei, die etwas Vergleichbares zu bieten hat.

Rödermarks SPD-Vorsitzender Hidir Karademir, der Mitte Januar mit einem Buch über sein Leben als Beispiel gelungener Integration auf dem umfangreichen Literaturmarkt aufgetaucht ist, hatte die Idee zu einer Lesung. Er lud zwei Genossen der schreibenden Zunft ein: Pastor Samuel Diekmann und den in Rödermark bekannten Thorsten Hühne.

Am Piano begleitet von Elias Dahlhaus aus Darmstadt, lasen die drei Autoren Passagen ihrer derzeit im Handel erwerbbaren Bücher. Zweimal stand die Gestalt Jesu im Mittelpunkt. Seine Aussagen im Hinblick auf heutige Missstände in Kirche und Politik beleuchtete Samuel Diekmann. Thorsten Hühne gewährte einen Blick auf einen revolutionären Jesus. Dazu kamen als Drittes Auszüge aus der Geschichte eines Lebens in zwei Kulturen und der beispielhaften Einbürgerung des türkisch-deutschen Landsmannes Hidir Karademir.

Sicher war"s kein Zufall, dass die Genossen christlich und humanitär geprägte Literatur im Mittelpunkt stellten. Man hätte der Lesung nur mehr Zuhörer gewünscht, auch wenn es ein ins Freie lockender Sommerabend war. Wer diese Lesung verpasst hat, kann dem Trio im September in Dietzenbach zuhören, wenn es dort heißt: „SPD und Kultur - pur!“.

chz

Quelle: op-online.de

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