S-Bahn oder Bus als Alternative

Dreieichbahn legt zwei Wochen Baupause ein

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Rödermark - Auf der Dreieichbahn fahren vom 2. bis zum 17. August keine Züge. Grund sind Bauarbeiten. Reisende müssen auf Busse oder die S-Bahn ausweichen.

Der Zugverkehr zwischen Ober-Roden und Buchschlag wird während der Sommerferien zwei Wochen lang eingestellt. Die letzte Bahn rollt in der Nacht von Freitag (1.) auf Samstag (2. August), die erste fährt wieder am Montag, 18. August, um 4.30 Uhr. Die Sperrung der gesamten Strecke sei nötig, weil Gleise und Bahnübergänge im großen Stil saniert würden. Was genau passiert, konnte ein Bahnsprecher gestern gegenüber unserer Zeitung nicht sagen: „Bei der Fülle der Bauarbeiten, die wir derzeit haben, kenne ich noch keine Einzelheiten!“

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Sperrung im großen Stil

Immerhin informieren die Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) jetzt über die Ausweichmöglichkeiten. Pendlern aus Richtung Dieburg oder aus Ober-Roden empfehlen sie, in Ober-Roden auf die S 1 umzusteigen. Mit der erreichen sie den Frankfurter Hauptbahnhof in etwa 40 Minuten. Wer aber erst in Urberach in die Dreieichbahn steigt oder nicht weiter als nach Buchschlag fahren will, muss den Bus nehmen. Diese Informationen bekommen Bahnkunden laut RMV schon jetzt, wenn sie im Internet nach Verbindungen in der zweiten und dritten Ferienwoche suchen.

Der Ersatzbus fährt montags bis freitags im 30-Minuten-Takt und ermöglicht laut Bahn den Anschluss an die Linien S 3 und S 4 nach Frankfurt. Samstags und sonntags fahren die Busse nur jede Stunde. Im Gegensatz zur Dreieichbahn befördern die Busse allerdings keine Fahrräder. Die Pünktlichkeit der Busse will die Bahn offenbar nicht garantieren. „Bitte wählen Sie gegebenenfalls eine frühere Verbindung, um Ihre Anschlüsse an den Umsteigebahnhöfen erreichen zu können“, schreibt das Unternehmen auf seiner Internetseite.

Holzfällarbeiten an der Dreieichbahn (2011)

Holzfällarbeiten an der Dreieichbahn

Während die Nachbarstadt Dreieich schon Informationen hat, welche Bahnübergänge während der Bauarbeiten gesperrt sind, wusste das Rödermärker Ordnungsamt bis gestern Mittag noch nicht, wo es zu Behinderungen kommen kann. Die Nutzerinitiative Dreieichbahn und die Rödermärker SPD klagen über den dünnen Informationsfluss. „Service und Kundenfreundlichkeit sehen aus Sicht der SPD anders aus“, kritisiert Fraktionsvorsitzender Armin Lauer. Gerade während der Ferien seien Pendler und Reisende auf funktionierende Verbindungen angewiesen.

Quelle: op-online.de

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