Edler Tropfen für die kürzeste Rede

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„So wahr mir Gott helfe“: Bürgermeister Kern (AL) mit Stadtverordnetenvorsteher Jörg Rotter (CDU).

Rödermark (chz) - Wenige Tage vor Beginn seiner zweiten Amtszeit am 1. Juni wurde Bürgermeister Roland Kern (AL) am Mittwoch feierlich ins Amt eingeführt. Er war im März mit 59,1 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang wiedergewählt worden.

„So wahr mir Gott helfe“: Mit dieser Formel beendete Kern den Amtseid in der Kulturhalle. Zuvor hatte er von Stadtverordnetenvorsteher Jörg Rotter im Beisein des Ersten Stadtrats Alexander Sturm (beide CDU) die Ernennungsurkunde zum hauptamtlichen Bürgermeister überreicht bekommen.

„So viele gute Wünsche zu Lebzeiten – ich bin bestürzt! Wie soll ich dem gerecht werden?“ Sichtlich bewegt von fast zwei Stunden voller herzlicher, liebevoller und anerkennender Grußworte und fantasievoller Geschenke tat der Bürgermeister zum Ausklang des Abends genau das, was ihn auch auf der politischen Bühne auszeichnet: Er begegnete jedem Gratulanten mit einer kurzen persönlichen Danksagung.

Von Landrat Oliver Quilling über Bernhard Bessel als Vertreter der Bürgermeister im Kreis Offenbach, Landtagsvizepräsident Frank Lortz und die Landtagsabgeordneten Judith Pauly-Bender und Frank Kaufmann wetteiferten die Redner darin, die erste Amtszeit des Bürgermeisters mit lobenden Worten zu schildern und gleiche Hoffnungen auf die zweite zu setzen. Dr. Rüdiger Werner (FDP): „Wer mit 59,1 Prozent der Stimmen bei fünf Kandidaten wiedergewählt wird, der muss vieles richtig gemacht haben.“

Positives Klima in der Ortspolitik

Positiv beurteilten alle Parteien des Stadtparlaments das Klima in der Ortspolitik, das sich auch in den wechselnden Konstellationen zeige. Mit dem symbolträchtigen Buch zum „Westfälischen Frieden“ spielte Michael Gensert (CDU) auf die neue Rödermärker Grün-Schwarz-Konstellation nach langen Jahren gepflegter Distanz an.

Das Schwerpunktthema Energiewende nahm die Andere Liste mit ihrem Geschenk schon einmal in Angriff: eine Solarzelle für den Hausgebrauch, für Handy, Laptop, Zahnbürste oder Rasierapparat – aber den benutze er ja eh nicht so oft. Mit einem Traumschiff mit Roland Kern als Kapitän und einem Kompass als Herzstück überreichte Manfred Rädlein die gebastelten Wünsche des Gewerbevereins.

Entspannende Momente nach harten Arbeitstagen verspricht eine Eigenschöpfung, die Werner Mühling für seinen Freund aufbaute: Die „Gabel für den vollendeten Weingenuss“ in Form einer Grabgabel mit Ebenholztischchen für Flasche und Gläser findet im Kernschen Garten sicher ihren Platz.

Lockere Stimmung und ein „Running Gag“

Musikalische Glückwünsche überbrachten die Murxxbrothers und die Künstleragentur Kurz & Bündig mit humorvollen Musikstücken, die alle um Rödermark kreisten. Die Gruppe Orwisch Finest sang ihren Rödermark Rap. Schwungvoll hatte das Orchester „Endlisch Musigg“ mit dem Radetzkymarsch eröffnet, während die A-cappella-Gruppe Mamamia mit Bürgermeister-Ehefrau Angelika Kern in ihren Reihen ebenfalls mit einem Rödermark-Lied die Gäste bezauberte.

„Running Gag“ durch den illustren Abend war eine Flasche edlen Elsässer Weins, die Roland Kern jenem der über 20 Gratulanten mit dem kürzesten Grußwort ausgelobt hatte – sehr zur Erheiterung und Erleichterung der Gäste. Den Preis verdiente sich der Direktor des Hessischen Städtetages, Dr. Jürgen Dieter. Er versprach, die Flasche gemeinsam mit dem Spender zu leeren.

Quelle: op-online.de

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