Verbeugung vor dem Ehrenamt

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Rödermark und sein Erster Stadtrat Alexander Sturm (links) freuen sich über drei neue Landesehrenbrief-Träger: Monika Bärwalde-Schneider, Edmund Seib und Werner Popp, hier mit ihren Ehepartnern und mit Lebensgefährtin. Sie wurden von der Ersten Kreisbeigeordneten Claudia Jäger (rechts) im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten im Ober-Röder Rathaus ausgezeichnet.

Ober-Roden (chz) - Mit der Verleihung eines Landesehrenbriefes gilt es Dank zu sagen für langjähriges ehrenamtliches Engagement – ganz besonders, wenn dies wie im Fall der drei frisch Geehrten gleich in mehreren Bereichen der Fall ist.

Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger war im Namen des hessischen Ministerpräsidenten ins Ober-Röder Rathaus gekommen, um diese besonderen Urkunden an drei Rödermärker zu verleihen, die vor allem für die Jugend ein großer Ansporn sind und sich über lange Jahre mit ihren Leistungen um ihre Mitmenschen verdient gemacht haben. Im Beisein von Erstem Stadtrat Alexander Sturm und zahlreichen Familienmitgliedern und Wegbegleitern zeichnete sie Monika Bärwalde-Schneiders, Edmund Seib und Werner Popp aus.

Monika Bärwalde-Schneiders (73), Hauswirtschaftsmeisterin und seit vielen Jahren im Breidert zuhause, arbeitet seit 1980 schon im Sinne der Völker- und Jugendverständigung beim Ortsverein Darmstadt des Vereins für internationale Jugendarbeit. Dort kümmert sie sich – lange Jahre auch als Landesvorsitzende – vor allem um junge Menschen im Rahmen des Au-Pair-Austausches und ermöglichte damit vielen Jugendlichen einen Auslandsaufenthalt in einer Gastfamilie.

„Seit über 31 Jahren engagiert sie sich in jeder freien Minute mit Kompetenz und Sachverstand“, lobte Claudia Jäger. Darüber hinaus ist sie seit 1962 Mitglied im Tennisclub Ober-Roden und in diesem Rahmen auch mehrere Jahre Präsidentin des Vereins sowie anschließend Mitglied im Ältestenrat.

Ebenfalls auf zwei Ebenen ist der Urberacher Account-Manager Werner Popp (63) aktiv. Seit seinem Zuzug nach Rödermark ist er aktives Mitglied beim KSV Urberach im Schwimmbereich; seit 1995 ist er Vorsitzender dieses derzeit rund 1300 Mitglieder starken Vereins. Seit 27 Jahren ist er damit kontinuierlich in verantwortlicher Position, eine Zeit, in der er vor allem seine Liebe zur Fastnacht entdeckt und den Rödermärkern den „Orwischer Rosenmontagszug“ zurückgebracht hat.

Nach einigen Jahren auf der Fastnachtsbühne organisiert er inzwischen seit 15 Jahren diese Traditionsveranstaltung. Zugleich ist Werner Popp auf politischer Ebene aktiv: von 1997 bis 2011 war er Stadtverordneter der SPD, seither ist er Magistratsmitglied und lange Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender. „In all seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ist ihm seine ruhige, bescheidene und ausgeglichene Wesensart zugute gekommen“, bescheinigte die Kreisbeigeordnete.

Eine ganz besondere Note gab der Urberacher Pensionär Edmund Seib (85) seiner Ehrung. Er bedankte sich mit einem gesungenen Ständchen bei der Laudatorin Claudia Jäger. Dass er dies kann, bestätigt seine Vita. Seit 1942, also seit 70 Jahren, singt der Jubilar in der Sängervereinigung „Sängerlust Edelweiß“; seit 1971 ist er dort auch – bis heute – Vizedirigent. „Er hat seinem Verein durch dieses uneigennützige und ehrenamtliche Engagement einen unschätzbaren Dienst erwiesen, materiell wie gesanglich“, bestätigte Claudia Jäger. Noch heute sorgt er als Notenwart für die Chöre. Zugleich wurde er 1985 Mitbegründer der „Walter-Hartmann-Gruppe“, einer Selbsthilfegruppe für Krebskranke in Rödermark, in deren Vorstand er bis zu ihrer Auflösung 2009 tätig war. Das dritte Engagement des Geehrten gilt dem BSC Urberach, zu dessen Mitbegründern 1947 er zählte. In 40 aktiven Jahren bestritt er über 1800 Handballspiele; der Deutsche Handballbund ernannte ihn nach 37 Jahren als Schiedsrichter zum Ehrenschiedsrichter; der Verein machte ihn zum Ehrenmitglied. Als Senior-Leichtathlet gehört Edmund Seib aber auch dem MTV Urberach an, wo er am meisten von sich hören machte. Im Mehrkampf wie in einzelnen Disziplinen wurde er viermal Weltmeister und siebenmal Vizeweltmeister, alle anderen Titel sind kaum mehr zu zählen. Claudia Jäger: „Edmund Seib ist eine bekannte Persönlichkeit in Rödermark, die sich durch sein Engagement um das Gemeinwohl und Ansehen der Stadt verdient gemacht hat.“

Quelle: op-online.de

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