Zeichen mit Langzeitwirkung gesetzt

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Die neuen Träger des Landesehrenbriefes stellten sich mit einigen Gratulanten und ihren Frauen zum Gruppenbild auf, von links: Bürgermeister Roland Kern, Landrat Oliver Quilling, Renate Graf, Heinz Graf, Marianne Koop, Bernd Koop und Stadtverordnetenvorsteher Jörg Rotter.

Ober-Roden – Zwei „tragende Bestandteile unserer sozialen und kulturellen Substanz“ - so drückte es Bürgermeister Roland Kern aus - bekamen am Donnerstagnachmittag den Landesehrenbrief.

Landrat Oliver Quilling überreichte die Urkunden an Heinz Graf, den früheren Dirigenten des Musikverein 03 Ober-Roden, sowie an Bernd Koop, der seit vielen Jahren dem VdK-Ortsverband Ober-Roden und dem Kreisverband vorsteht.

Heinz Graf habe durch sein langes Engagement Zeichen gesetzt, die bis heute im Verein wirksam sind, sagte Quilling in seiner Laudatio. Der 75-Jährige ist seit 1952 Mitglied im großen Blasorchester, er spielte und spielt Posaune, Bass und Tenorhorn. Von 1976 bis 1993 war er Chefdirigent der „03er“, von 1974 bis 1983 dirigierte er zudem das Jugendorchester. Unter seiner Regie gab es mit 40 bis 50 Mitgliedern das bis heute größte Jugendorchester im Musikverein.

„Grundlage für sein erfolgreiches Wirken waren zu allererst seine außergewöhnlichen musikalischen Fähigkeiten, die weit über Ober-Roden hinaus bekannt waren und sind“, lobte Landrat Quilling Graf als wichtigen Impulsgeber. „Er hat vieles im Musikverein bewegt. Zudem gelingt es ihm mit seiner verbindlichen und freundlichen Art, alle Beteiligten zu überzeugen und zur Mitarbeit anzuregen.“ Graf habe es verstanden, als Dirigent die Musiker mit aufbauender Kritik auf Fehler aufmerksam zu machen, so dass sie gerne zur Probe kamen.

Als Notenwart im Vorstand angefangen

Heinz Graf hatte 1960 als Notenwart im Vorstand angefangen. Er regte das Herbstkonzert und die bis heute in den Herbstferien staffindende Jugendfreizeit mit an. Der Schreinermeister war zudem Experte für Auf- und Abbau bei Veranstaltungen. Im Musikausschuss ist er dem heutigen Dirigenten Johannes Maurer ein wichtiger Ratgeber.

Auf seine Dienste wird der Verein auch künftig nicht verzichten müssen. So lange wie möglich will er für „03er“ weiter aktiv bleiben, versprach der Geehrte in seiner kurzen Dankansprache. Auch der Sozialverband VdK und zahlreiche Institutionen können weiter auf die Dienste von Bernd Koop zählen. In seiner Dankesrede brachte Koop der Freude darüber Ausdruck, die ihm sein ehrenamtliches Engagement bis heute macht. „Man kann sich gar nicht alt fühlen, weil man immer zu tun hat.“

Nachdem er zuvor jeweils stellvertretender Vorsitzender war, übernahm Bernd Koop 1996 (Ortsverband) beziehungsweise 2006 (Kreisverband) im VdK das Amt des Vorsitzenden. Seit 2009 ist er stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbandes.

Intensives ehrenamtliches Engagement

„Bernd Koop gehört durch sein langjähriges und intensives ehrenamtliches Engagement zu den herausragenden Aktiven im sozialen Bereich. Für den Geehrten ist es ein wichtiges Anliegen, seinen Dienst und sein Wissen den Mitmenschen zur Verfügung zu stellen“, sagte Landrat Quilling über den 68-Jährigen. So ist Bernd Koop ehrenamtlicher Berater für Sozialangelegenheiten im Orts- und Kreisverband, von 2007 bis 2011 war er beim VdK Kreisbeauftragter für barrierefreie Gebäude. Seit 2009 ist er zudem Referent bei der VdK-Ehrenamtsakademie.

Koops Engagement bleibt nicht auf den VdK beschränkt. So war er beim Sozialgericht Frankfurt von 2005 bis 2010 ehrenamtlicher Richter, seither nimmt er diese Aufgabe in Darmstadt wahr. Koop engagiert sich auch im Seniorenbeirat der Stadt, der Behindertenhilfe für Stadt und Kreis Offenbach und als örtlicher Berater für Pro Arbeit 50 Plus des Kreises Offenbach.

ey

Quelle: op-online.de

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