Einbrechern den Riegel vorschieben

Rödermark (lö) ‐ Der Einbrecher, der nachts mit schwarzer Maske und Taschenlampe durch die Wohnviertel geistert, ist ein eher seltener Ganove. Höchstens 15 Prozent aller Einbrüche passieren in der Nacht, beruhigte Polizeihauptkommissar Stefan Adelmann.

Die Frau, deren Mann Schichtarbeiter ist, war eine von mehr als 30 besorgten Bürgern, die gestern Morgen innerhalb von eineinhalb Stunden zum Beratungsbus der Polizei am Märktezentrum kam. Das Interesse an der Anti-Einbrecher-Aktion war nicht nur in Urberach groß, sondern hielt den ganzen Tag über auch in Ober-Roden und Waldacker an.

Adelmann und sein Kollege Peter Bender vom Polizeiladen in Offenbach rückten unter anderem das Bild gerade, das viele Menschen von Einbrechern haben: Die seien zwar in der dunklen Jahreszeit verstärkt aktiv, nicht aber unbedingt zu nachtschlafender Zeit. Ihnen reicht oft eine halbe Stunde Abwesenheit, um Beute zu machen. Daher raten die Polizisten Hausbesitzern zu mechanischen Sicherungen von (Haus-)Türen und Fenstern. Wirksamer Schutz vor Einbrechern, so Bender, ist schon für ein paar hundert Euro machbar. Sobald Kriminelle merken, dass der schnelle „Bruch“ nicht möglich ist, verschwinden sie.

Alarmanlagen sind allenfalls Ergänzung

So berichtete die Polizei gestern, dass Einbrecher in Waldacker aufgaben, weil die Tür eines Hauses an der Hauptstraße mehreren Aufhebelversuchen stand gehalten hatte. Die Tat passierte zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen, Zeugen können sich bei der Kripo in Offenbach unter Tel. 069 8098-1234 melden.

Alarmanlagen sind nach Ansicht der beiden Berater allenfalls eine Ergänzung. „Wenn eine Anlage losheult, ist der Täter schon im Haus und rafft trotz blökender Sirene noch etwas zusammen“, weiß Adelmann um die begrenzte Wirksamkeit moderner Elektronik.

Nachdrücklich warnten Adelmann und Bender auch vor falschem Heldentum. Wer unversehens einem Einbrecher gegenüber steht sollte ihm keinesfalls den Fluchtweg versperren. Zwar scheuen diese Ganoven körperliche Gewalt, doch in die Enge getrieben werden sie unberechenbar.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Löw

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