Eine gute Idee verpflanzen

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Doris Heise-Lück (links) und Angelika Doris-Tank wollen nächstes Jahr ihre Gärten für Neugierige öffnen und hoffen, dass sie noch viele Gleichgesinnte finden.

Ober-Roden - (lö) Zwei Ober-Röder Blumen- und Kräuterfreundinnen wollen eine gute Idee aus Rodgau nach Rödermark verpflanzen: Die Aktion „Offene Gärten“ soll zeigen, wo‘s besonders schön blüht, wächst und gedeiht.

Wobei natürlich nicht allein die Pflanzen einen Garten machen, sagen Doris Heise-Lück und Angelika-Doris Tank: Erst Teiche, künstliche Bächlein oder Sitzecken runden das Bild ab.

Mit rund 150 Quadratmetern sind die Gärten der beiden Frauen eher klein. Aber auch auf überschaubarer Fläche darf‘s gern ein bisschen mehr sein als Bierzeltgarnitur und Grill. Doris Heise-Lück mag kuschelige Ruheecken und Hortensien, sitzt gerne unter einer großen Engelstrompete und sieht den Libellen über dem kleinen Teich zu. Ein paar diskret in den Büschen versteckte Spiegel lassen das Freiluft-Wohnzimmer größer erscheinen. „Mein Garten ist total pflegeleicht. Ich habe ihn so angelegt, dass er möglichst wenig Arbeit macht“, sagt die Assistentin eines Bankmanagers, die meist nur am Wochenende richtig viel Zeit übrig hat.

Angelika-Doris Tank pflanzt in ihrem Garten vor allem Kräuter an, viele davon sammelt sie auf den Wiesen zwischen Ober-Roden, Rollwald und Nieder-Roden.

Sie können nicht nur über den Gartenzaun sehen, sondern Sie dürfen auch hineintreten“, werben Angelika-Doris Tank und Doris Heise-Lück für die „Offenen Gärten“ und rufen Gartenbesitzer zur Teilnahme auf. Einschränkungen gibt‘s so gut wie keine, wer sich für Grünes begeistern kann, ist willkommen: Nutzgärten, Ziergärten, Vorgärten, einem bestimmten Thema gewidmete Gärten... Sobald sie einen Überblick über Art und Zahl der Teilnehmer haben, wollen sie den Termin der Besichtigung festlegen.

Karin Köhler, die Initiatorin der „Offenen Gärten“ in Rodgau, hat die beiden Ober-Röderinnen zusammengebracht. Doris Heise-Lück, die seit drei Jahren in der Nachbarstadt anderer Leute Ideen sammelt und eigene Ideen weiter gibt, fragte unabhängig von Angelika-Doris Tank an, wie man eine solche Aktion auf die Beine stellt. Aus zwei Solistinnen wurde so ein Duo, das nächstes Jahr rödermark-weit Begeisterung für vorzeigbare Gärten wecken will.

Und als wären Blumen, Stauden, Sträucher und Bäume des Schönen nicht genug: Künstler dürfen ihre Werke gerne in den „Offenen Gärten“ ausstellen. Doris Heise-Lück zum Beispiel nutzt ihren als Atelier für selbst gemalte Acrylbilder, eine Freundin will Schmuck aus der eigenen Werkstatt präsentieren.

Quelle: op-online.de

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