Nur eine trügerische Sicherheit?

Rödermark - (bp) Der Verein „Bürger für Sicherheit“ hat Ergänzungsbedarf zu unserem Bericht über die Polizeistatistik (Ausgabe vom 25. März). In einer Stellungnahme weist der Verein darauf hin, dass die aktuell gute Sicherheitslage „nicht nur ein Verdienst der unbestritten professionellen Arbeit unserer Polizei“ sei.

Das Ordnungsamt der Stadt Rödermark mit der städtischen Ordnungspolizei, der kommunale Präventionsrat, der Verein, und nicht zuletzt die Bürger selbst, hätten „einen großen Anteil an diesem guten Ergebnis“.

Schade findet es die Gemeinschaft, „dass dieses wichtige Umfeld mit dem aktiven Frühwarnsystem Ringmaster und vielen anderen sicherheitsorientierten Aktivitäten mit keinem Wort erwähnt wird.“

Die geplante Videoüberwachung auf den Bahnhöfen Ober-Roden und Urberach werde in dem Bericht von der Polizei in Frage gestellt, da hierfür eine gewisse Anzahl von Delikten vorliegen müsse. Eine solche Position sei kaum nachvollziehbar im Hinblick auf die hohen Schadenssummen durch Vandalismus an den Bahnhöfen. „Diese Delikte tauchen eventuell in der Kriminalstatistik nicht auf, da für die Bahnhöfe in erster Linie die Bundespolizei mit eigener Statistik zuständig ist. Es spielt wohl keine Rolle, dass sich rund 81 Prozent der Bürgerinnen und Bürger bei der Umfrage zum Sicherheitsempfinden in Rödermark 2008 für eine Videoüberwachung ausgesprochen haben“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

Erfolgreiche Kriminalprävention orientiere sich nicht nur an den in der polizeilichen Kriminalstatistik aufgeführten Delikten, sondern auch am subjektiven Sicherheitsempfinden der Einwohner. „Dies sollte man bei der Polizei nicht vergessen und die Dinge damit etwas realer und sachlicher angehen und nicht nur durch die rosarote Brille sehen“, appellieren die Verfasser. Selbstverständlich freue sich auch der Verein darüber, dass die Zahl der Straftaten seit Jahren zurückgeht. Die Wohnungs- und Geschäftseinbrüche der letzten Tage in Urberach zeigten aber deutlich, „dass wir in Rödermark keineswegs in einem Schlaraffenland der Sicherheit leben“.

Quelle: op-online.de

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