„Eine Wissenschaft für sich“

Rödermark - (lö) Ein weitgehend beschwerdefreies Leben ist eine Frage der richtigen Einstellung. Bei Diabetes-Patienten heißt das: die richtige Einstellung des Insulinwertes.

Vor welchen Problemen „Zuckerkranke“ dabei stehen, erläutert Ute Schrod, Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) der Apotheke im Kaufland, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Auf wie viele Arten kann ein Diabetiker Insulin spritzen?

"Er kann sich an zwei Körperstellen das Insulin unter die Haut spritzen. Entweder im Bauch um den Nabel herum oder in den Oberschenkel."

Wie viele verschiedene Geräte gibt es?

"Man unterscheidet zwischen dem Fertigpen und dem wieder verwendbaren Pen. Jeder Insulinhersteller hat aber für sein Insulin einen eigenen Pen. Insulinspritzmaschinen sind eine Wissenschaft für sich."

Blickt der Patient da überhaupt noch durch?

"Selber nicht, aber er wird natürlich bei der Insulineinstellung von Arzt oder Klinik geschult und kommt dann mit seinem Pen gut zurecht. Schlecht wird es, wenn die Firma den Pen verändert. Oder der Patient wird vom Arzt auf ein neues Insulin, also auch auf einen neuen Pen, umgestellt."

Welche Fehler kann der Patient machen? Welche Konsequenzen haben die schlimmstenfalls?

Wie kann der Patient so etwas vermeiden?

"Er muss sich gut informieren. Er muss sich mit seinem Pen auseinander setzen, ihn ausprobieren. Wenn er Fragen hat, kann er in seiner Apotheke oder beim Arzt nachfragen, dort wird es ihm noch einmal in Ruhe erklärt. Auch Selbsthilfegruppen sind hier sehr wichtig."

Müssen die Nadeln der Pens nach jeden Spritzen gewechselt werden? Was passiert, falls der Patient es nicht macht?

"Ja, die Nadeln müssen immer gewechselt werden. Es sind Einmalprodukte. Wird eine Nadel mehrmals verwendet, verstopft sie durch getrocknetes Insulin und Gewebeflüssigkeit, sie verbiegt und wird stumpf. Dadurch kann es zu Vernarbung der Spritzstellen kommen. Durch die Verkrustung in der Nadeln kommt es zur Verstopfung der Nadel. Beides können Ursachen für eine ungenaue Insulindosierung sein. Der Patient hat dann Schmerzen beim Spritzen und zu hohe Blutzuckerwerte."

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare