Stadt will öfter kontrollieren

Einheitliche Tempo-30-Regelung statt Tempo-Wirrwarr

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Rödermarks einzige Tempo-20-Zone ist Geschichte. Auch auf dem gepflasterten Abschnitt der Frankfurter Straße gilt jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.

Ober-Roden - Auf der Ortsdurchfahrt gilt jetzt fast durchgehend eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Die Stadt hat damit dem Flickwerk von Höchstgeschwindigkeiten zwischen 20 und 50 Stundenkilometern ein Ende bereitet.

Sieben Mal mussten sich Autofahrer bisher in Ober-Roden auf geänderte Geschwindigkeiten einstellen. Jetzt gilt einheitlich Tempo 30.

Das Tempo-Wirrwarr auf Dieburger und Frankfurter Straße ist Vergangenheit. Von kurz nach dem südlichen Ortseingang bis zum Germania-Sportplatz gilt seit einigen Tagen eine einheitliche Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Zahlreiche neue Schilder weisen auf die Änderungen hin, die die Ordnungspolizei nach Auskunft des für Verkehrsfragen zuständigen Ersten Stadtrats Jörg Rotter häufiger kontrollieren will. Er ist optimistisch, dass der Verkehr - von der Schranke abgesehen - reibungslos durch Ober-Roden fließt: „In der Summe werden die Autofahrer nicht mehr Zeit als bisher brauchen.“

Rotter und Ordnungsamtsleiter Artur Singer hatten Ende November im Gespräch mit unserer Zeitung über den Vorschlag „Eine Straße, eine Geschwindigkeit“ berichtet. Die Idee kam von der Ortskerngemeinschaft IGOR und einer Stadtleitbildgruppe. Ihre Kritik an der Kraut-und-Rüben-Regelung stieß in der Verwaltung auf offene Ohren. Und bei der Kreis-Verkehrsbehörde auf keinen Widerspruch. Diese Erkenntnis nahm Rotter von der Verkehrsschau mit. Die formale Zustimmung steht aber noch aus. In Ober-Roden ist die Stadt Herr über die Ortsdurchfahrt. Das macht die Einführung neuer Tempolimits leichter als in Urberach. Konrad-Adenauer- und Traminer Straße sind bekanntlich Bundesstraße.

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Mit Tempo 30 hat die Stadt die Höchstgeschwindigkeit der Realität angepasst. Beim Ortstermin im Spätherbst hatten Rotter und Singer auf zwei Messungen der Ordnungspolizei hingewiesen: In der gepflasterten 20er Zone zwischen Dockendorffstraße und Marktplatz hielten sich nur gut 15 Prozent der Autofahrer an die Höchstgeschwindigkeit. In der Tempo-30-Zone südlich der Schranke war’s besser um die Verkehrsmoral bestellt, denn dort fuhren 40 Prozent der Autos vorschriftsmäßig.

Einer Sache ist sich Rotter aber bewusst: Auch durchgehend Tempo 30 wird überwiegend nächtliche Raser, die mit bis zu 88 Stundenkilometer durch Ober-Roden brettern, nicht bremsen. Denen ist nur mit dem „Blitzer“ beizukommen. IGOR und die Leitbildgruppe hatten auch eine einheitliche Rechts-vor-links-Regelung auf Dieburger und Frankfurter Straße gefordert. Doch bevor die Stadt erneut Verkehrsregeln ändert, will sie nach Auskunft Rotters erst einmal die Reaktionen auf Tempo 30 abwarten. (lö)

Quelle: op-online.de

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