Jugendfeuerwehr Ober-Roden trainiert 24 Stunden am Stück

Einsatzbereitschaft rund um die Uhr bewiesen

+
Liebevoll und fürsorglich wurde auch die (Plüsch-)Katze mit den übrigen Verletzten aus dem völlig verrauchten Kinderhort in der Trinkbrunnenstraße gerettet.

Ober-Roden - Beim Berufsfeuerwehr-Wochenende spielten 22 Kinder und Jugendliche sowie acht Mitarbeiter aus Jugendleitung und Einsatzabteilung über mehr als 24 Stunden durch, was es bedeutet, stets abrufbar zu sein und binnen kurzer Zeit grundverschiedene Einsatzszenarien zu erleben.

Mit dabei waren auch fünf Helfer für die Übungsvorbereitung sowie fürs Essen unter der Leitung von Jugendwart Nicolas Spieß. Los ging es am Freitagnachmittag im Feuerwehrhaus mit dem Aufbau der Feldbetten zum Übernachten – auch wenn sie wenig gebraucht wurden. Kurz danach startete der erste Einsatz: Die Jugendlichen mussten mit Hilfe von Muskelkraft eine unter Traktorreifen eingeklemmte Person befreien. Fast zeitgleich war am Schützenhaus eine Katze mittels einer Steckleiter aus einem Baum zu holen. Direkt nach dem Abendessen kam der nächste Alarm: Wegen eines Feuerscheins im Wohngebiet hatten besorgte Nachbarn die 112 angerufen, doch vor Ort wurde lediglich ein Lagerfeuer festgestellt.

Kurze Zeit später erklang das Alarmstichwort „F2“ (Scheunenbrand). Mit mehreren Rohren löschten die Jugendlichen den mit mehreren kleinen Feuerstellen simulierten Brand. Doch nach einem Einsatz ist keineswegs Ruhe, lernten die Jugendlichen schnell. Dann mussten sie Geräte reinigen und Bestände auffüllen. Der restliche Abend bis spät in die Nacht stand zur freien Verfügung und wurde etwa mit Brettspielen, Tischkicker oder Airhockey gestaltet.

„Am nächsten Morgen starteten wir direkt um 6.30 Uhr mit einer Türöffnung in der Odenwaldstraße“, fasste Nicolas Spieß das abrupte Ende der kurzen Nacht zusammen. Fast zeitgleich wurde eine Ölspur gemeldet, die die Jugendlichen beseitigen mussten, ehe es endlich zum gemeinsamen Frühstück ging.

Bei der Abschlussübung im Kinderhort in der Trinkbrunnenstraße war ein Feuer mit Menschenleben in Gefahr gemeldet worden, zu dem die Jugendfeuerwehr ausrückte. Die zwei Verletzten - dargestellt durch Dummy-Puppen - wurden unter den Blicken zahlreicher neugieriger Zuschauer ebenso aus dem verrauchten Gebäude gerettet wie die (plüschene) Hauskatze; das Feuer wurde mit mehreren Rohren bekämpft. Nicolas Spieß dankte dem Hort und der Stadt, die diese recht feuchte und vernebelte Übung gestattet hatte: „Es wird immer schwieriger, geeignete und auch anspruchsvolle Objekte für praktische Übungen zu bekommen.“

Nach der letzten Übung rundeten die Manöverkritik im Feuerwehrhaus und ein gemeinsames Mittagessen das lange und anstrengende Berufsfeuerwehr-Wochenende ab.

chz

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare