Einsatzfreude wie bei den Großen

+
Ganz wie die Großen: Elf Freunde sind‘s hier auf dem Kleinfeld zwar nicht, aber auch sechs Spieler sind gemeinsam stark - auch wenn sie in ihre Trikots noch hineinwachsen müssen).

Urberach ‐ Quirliges Leben herrschte rund um den Jahreswechsel in der Halle Urberach, wo die Jugendabteilung des FC Viktoria Urberach 09 ihre Hallenturniere für D-, E- und F-Jugendliche, aber auch für die Jüngsten, die G-Junioren U 7 austrug. Von Christine Ziesecke

Der Vergleich mit dem sprichwörtlichen Sack Flöhe lag schon manchmal nahe, als die Vier- bis Siebenjährigen am Samstag zwischen ihren zehnminütigen Spielen aufgeregt auf den nächsten Auftritt warteten und die Kontrahenten aus den anderen Vereinen beobachteten. Aber alle waren ebenso angenehm diszipliniert und begeisterungsfähig wie die mitgereisten Eltern, ganz entsprechend dem aktuellen Projekt der Viktoria-Jugendabteilung gegen Vorurteile und Gewalt im Fußball.

Gute spielerische Anlagen und ein hohes Maß an Einsatzfreude zeigten viele der allerjüngsten Fußballspieler.

Geduldig lebten die Anhänger stundenlang von belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen, die im Foyer von den Helfern der Viktoria verkauft wurden, und unterstützten fair alle kleinen Spielerinnen und Spieler, die von gut 15 Mitarbeitern vor Ort betreut wurden. Neben zwei Schiedsrichtern sorgten auch vereinsinterne Trainer, Betreuer, Mamas und Papas für einen reibungslosen Turnierablauf. Nicht zuletzt Hallenwart Erwin Kuhrau hatte alle Hände voll zu tun.

Auch zahlreiche Mädchen spurteten über den Platz

Die jungen Fußballer kamen von der TS Ober-Roden I und II, von FV Eppertshausen, TSG Messel, SV Münster, SKG Rossdorf und natürlich die G-Junioren-Mannschaften I und II des FC Viktoria Urberach. Neben vielen Buben spurteten auch zahlreiche Mädchen über den rutschigen Hallenplatz oder standen wie Jule Pfau (7) vom TV Eppertshausen sogar zwischen den Pfosten. Da half auch schon mal die nervöse Mutter vom Spielfeldrand mit: „Jule, geh zur Torlinie vor, und Finger aus dem Mund!“

Da mussten aber auch Trainer und Schiedsrichter schon mal helfen, die viel zu großen Leibchen überzustreifen, wie auch jeder Spieler mehrmals von Trainern, Betreuern oder Eltern über die Bande gehoben wurde.

Jeder durfte einen kleinen Pokal mitnehmen

Bei der Siegerehrung wurden alle Spieler und Mannschaften gleich behandelt: Jeder bekam den gleichen kleinen Pokal, hier die Mannschaft des FC Viktoria Urberach.

2:2 unentschieden stand es nach dem Endspiel der beiden Mannschaften mit den meisten Punkten, dem SV Eppertshausen und der Viktoria Mühlheim. Auch das Siebenmeterschießen wurde erst durch den allerletzten Ball zugunsten der Mühlheimer entschieden. Bei der Belohnung machte das keinen Unterschied: „Ihr seid ohnehin alle Sieger, es gibt hier keine Verlierer, darum bekommen auch alle das Gleiche.“ Jeder einzelne Turnierteilnehmer durfte einen kleinen Pokal mit nach Hause nehmen - als Siegertrophäe oder Trostpflaster, je nachdem. Jugendleiter Peter Lotz und Manfred Speck von der Turnierleitung überreichten die Pokale.

Am Sonntag stand dann zum 30. Mal das D-Jugend-Turnier auf dem Spielplan. Der verstorbene Ehrenvorsitzende Franz Kern und Heinz Egentenmeier hatten es vor drei Jahrzehnten ins Leben gerufen. Dass das Turnier nach wie vor stattfinden kann, ist dank freundlicher Sponsoren möglich.

Quelle: op-online.de

Kommentare