Zahl der Erstklässler steigt

Dickes Abc-Schützen-Plus in Urberach

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Die Ober-Röder Erstklässler strömten durch ein Spalier ihrer älteren Mitschüler aus der Kulturhalle in die Trinkbornschule nebenan oder in die Busse, die sie in die Filiale im Breidert brachten.

Rödermark -  257 Kinder gingen gestern erstmals zur Schule. Die Zahl der Erstklässler stieg in beiden Stadtteilen – in Ober-Roden nur um 7, in Urberach jedoch um 33.

Die Schule an den Linden hat ihr Plus zum einen dem Baugebiet „Rennwiesen“ und zum anderen der Vorklasse zu verdanken, die es erstmals seit Jahren wieder gibt.

140 Neulinge machten in Ober-Roden ihre teils forschen, teils doch etwas zögerlichen ersten Schritte ins Schülerleben. Die Trinkbornschüler werden in sechs ersten Klassen – davon zwei in der Breidert-Dependance – und einer Vorklasse unterrichtet. Klassenräume und Lehrkräfte seien recht knappe bemessen, aber es gebe keinen Mangel, sagten Rektor Stefan Wesselmann und seine Stellvertreterin Verena Hoffmann: „Wir haben zwar alle Räume, die überhaupt zum Unterricht taugen, ausgenutzt, aber wir brauchen noch keine Container“. Mit drei zusätzlichen Kräften für sonderpädagogische Arbeit und einem besonderen Engagement vieler Lehrkräfte lassen sich auch kurzzeitige Absagen im Personalbereich gut abfedern.

In Urberach schwenkten die Neulinge zur Begrüßung Ranzen und Schultüten, dann lernten sie ihre Lehrer kennen.  

Nicht nur in der proppenvollen, aber klimatisierten Kulturhalle, wo die Schüler der zweiten bis vierten Klassen ein buntes Programm für die Neue aufführten und Erster Stadtrat Jörg Rotter zur Begrüßung gekommen war, war"s recht warm. Spätestens beim Weg zum ersten Klassenraum-Treffen traf der Sommer Kinder und Lehrer wieder mit voller Macht und erinnerte an das große Problem Hitze. „Wir versuchen, entgegen früheren Regelungen lieber alternative Unterrichtformen anzubieten“, erklärte Stefan Wesselmann. Das heißt: ins Freie gehen, kühlere Räume nutzen und keine Hausaufgaben aufgeben. „Doch die Gesamtkonferenz hat beschlossen, dass wir ganztags geöffnet lassen, zumal eh über die Hälfte unserer Kinder in der Betreuung angemeldet sind und dadurch hierbleiben.“ Und er schmunzelte: „Wir variieren spontan und werden sicherlich die schriftliche Multiplikation nicht gerade in einer sechsten Stunde einführen!“

Kollegin Andrea Schöps von der Urberacher Schule an den Linden setzt bei Temperaturen jenseits der 35 Grad ebenfalls auf diese Mittel; außerdem hat sie in jedes Klassenzimmer zwei Kisten Wasser bringen lassen. Das klassische Hitzefrei kann sie nicht mehr geben. Denn auch die meisten Urberacher Eltern sind auf verlässliche Betreuungszeiten angewiesen.

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Gemeinsam mit Bürgermeister Roland Kern hieß Andrea Schöps in der Halle Urberach 117 Kinder willkommen – macht fünf Klassen und erstmals seit langem wieder eine Vorklasse. Voriges Jahr wurden in Urberach nur 84 Kinder eingeschult. Die Vorklasse ist ein Grund für den starken Zuwachs, das Baugebiet „An den Rennwiesen“, der zweite.

Das pädagogische Personal in der Schule an den Linden ist komplett, Rektorin Schöps verweist auf die vom Land versprochene 104-Prozent-Versorgung. Ob die Personaldecke dick genug gestrickt ist, wird sich wie überall in den kommenden Monaten zeigen.

Die Schule an den Linden hat derzeit einen Raum frei, der weder für den Klassen- noch für den Fachunterricht genutzt wird. Dieser Luxus ist jedoch von kurzer Dauer. Andrea Schöps geht von weiter steigenden Schülerzahlen aus und weiß: „In zwei oder drei Jahren sind wir für einen Anbau vorgesehen.“ (chz/lö)

Quelle: op-online.de

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