Endlich wieder echte Kerbburschen

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Mehr ein Kerbbäumchen denn ein Kerbbaum, aber dennoch sichtbare Zierde auf dem in diesem Jahr sinnvoller genutzten Marktplatz.

Ober-Roden (chz) - Einen guten Start legte die Oweräirer Kerb hin. Bestens besucht wurde sie im idyllischen „Dinjer-Hof“ eröffnet und nicht wie früher im Kerbvereinszelt.

Durchaus gelungen erwies es sich auch, die Ausgrabung der Kerb in die Konzertpause der Celtic Folk- und Rockband „An Cat Dubh“ zu legen – so erlebten weit mehr Zuschauer die Proklamation und den Eid der diesjährigen Kerbburschen, die neben mehreren Frischlingen auch einen Oldie in ihren Reihen haben: Mister X, im wahren Leben Frank Weinert und schon im Jahr 2000 erstmals in Amt und Würden.

„Johannes“ heißt der 30. Quetschebaum in der Geschichte der Ober-Röder Kerb, benannt nach dem Sohn von Stadtverordnetenvorsteher Jörg Rotter, der selbst in den 90er Jahren Kerbborsch war. Eine Neuerung gab"s auch hier im Kerbwald hinter der TG: Nach der würdevollen Zeremonie und dem Angießen des Bäumchens mit Gerstensaft überreichte der Kerbverein eine Spende an den Kindergarten St. Nazarius. Sie war erwirtschaftet worden beim diesjährigen Pfarrfest, bei dem der Kerbverein quasi als Sühne für eine vorjährige Konkurrenzveranstaltung einen Getränkestand bewirtschaftet hatte.

Vor keine großen Probleme stellte das Kerbbäumchen die stramme Männerriege: Es ragte bald schon kerzengerade in die Luft und kündet nun bis Montagnacht auf dem Marktplatz von der Oweräirer Kerb. Mit ein paar Fässchen Freibier, ebenso problemlos angestochen und gezapft von Bürgermeister Roland Kern, wurde die Tradition weiter geführt.

Bilder von der Kerb

Echte Kerbburschen bei der Kerb

Dank einer sinnvolleren Verteilung der Zelte und Stände und zahlreicher Festzeltgarnituren im Freien wird der Marktplatz in diesem Jahr auch mehr ins Kerbgeschehen einbezogen und war zeitweise ähnlich voll wie am späten Abend die Zelte von Germania, TGO und den Lehr"schen Chören. Dort tat die deftige Musik der DJs ihre Wirkung und ließ die Besucher wie etwa im Germania-Zelt auf den Tischen tanzen. Kein Mangel an Besuchern herrschte auch im „Dinjer-Hof“, der immer mehr zum Herzstück der Kerb für die nicht mehr ganz so jungen Gäste wird.

Schon am Nachmittag hatten dagegen die jüngsten Kerbbesucher im TG-Zelt ihren Spaß beim Kasperltheater gehabt. Je nach Alter ging"s anschließend weiter zum Kinderkarussell oder zum Autoscooter, mit kleinen Abstechern bei Zuckerwatte, frischen Crepes oder am Losstand. Außer einigen neuen Preisen wie etwa riesigen Bällen in diesem Jahr tut sich da auf der Kerb wenig – der Großteil des Kerbgeschehens ist in den letzten 20, 30 Jahren fast unverändert geblieben und erinnert vor allem die Älteren an ihre Jugend.

Großes Plus in diesem Jahr: der Oweräirer Kerb 2011 ist strahlendes Spätsommerwetter vergönnt! Deshalb folgte dem guten Start auch ein Top--Sonntag. Und dem Frühschoppen heute steht auch nichts im Wege.

Quelle: op-online.de

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