Energie aus eigenen Quellen

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Rödermärker Haushalte und Unternehmen können ihren Energiebedarf komplett durch Wind, Sonne, Biomasse, Erdwärme und sparsame Technik decken.

Rödermark ‐ Rödermärker Haushalte und Unternehmen können ihren Energiebedarf komplett durch Wind, Sonne, Biomasse, Erdwärme und sparsame Technik decken. Von Michael Löw

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Fachhochschule Frankfurt unter der Leitung von Professor Martina Klärle. Notwendig wären der Bau von drei Windrädern und drei Biogasanlagen sowie Solaranlagen auf 18 Prozent aller Rödermärker Dächer. Damit, so die Studie, könnten 85 Prozent der nötigen Energie ohne Großkraftwerke erzeugt werden. Windräder sind laut regionalem Flächennutzungsplan entweder im Wald Richtung Messel oder zwischen Waldacker und Rollwald möglich. Die fehlenden 15 Prozent könnten durch Einsparungen und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erreicht werden.

Forschungsarbeit mit 40 Studenten

Das Forschungsergebnis hat uns angenehm überrascht“, kommentierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Armin Lauer die Untersuchung. Die SPD, Initiator der Potenzialstudie, sieht in ihr die Grundlage für eine nachhaltige Energiewirtschaft in Rödermark. Zusammen mit 40 Studenten der Fachhochschule Frankfurt hat Prof. Dr. Kläre die Forschungsarbeit durchgeführt. Die Ergebnisse stellte sie im Ausschuss für Bauen, Umwelt, Sicherheit und Infrastruktur vor.

Ein solcher technisch möglicher Energiemix wäre Rödermarks größtmögliche Klimaschutzmaßnahme, um den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren. „Nach dieser Studie braucht es auch keinen Streit mehr über den Weg, die Energiewirtschaft umzubauen - erst lokal, dann global“, erklärte Lauer.

Die SPD will zweigleisig dabei fahren. Zum einen will sie schon für die Februar-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung entsprechende Anträge stellen - zum Beispiel für eine Energiemesse.

Lauer machte aber auch klar, dass die Komplettversorgung mit umweltfreundlich erzeugter Energie nur mit den Bürgern und nicht gegen sie erreicht werden kann. Er fordert eine breite Informations-Kampagnen.

Quelle: op-online.de

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