Unfall unter Triftbrücke: 64-Jähriger lebensgefährlich verletzt

Zug erfasst Mann beim Überqueren der Gleise

Ober-Roden - Lebensgefährlich verletzt wurde ein 64-Jähriger, der am Dienstagabend die Gleise der Dreieichbahn überquren wollte und dabei von einem Zug erfasst wurde. Der Unfall passierte gegen 21 Uhr südlich des Bahnhofs Ober-Roden.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Bundespolizei hob der Mann sein Fahrrad unterhalb der Triftbrücke über die Gleise. Der Lokführer des aus Dieburg kommenden Zuges leitete zwar noch eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Der Triebwagen schleuderte den Mann zur Seite. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und kam ins Krankenhaus nach Offenbach. Sein Zustand sei „äußerst kritisch“, sagte Ralf Ströher von der Pressestelle der Bundespolizei gestern.

Die Feuerwehr war mit dem Stichwort „Person unter Zug“ alarmiert worden und erhielt nach Auskunft von Stadtbrandinspektor Herbert Weber von der Leitstelle die Zusatzinformationen „im Bereich des Bahnhofs Ober-Roden“ und „S-Bahn gesperrt“. Aufgrund der unterschiedlichen Angaben mussten die Einsatzkräfte drei Angaben überprüfen. Ein Teil suchte die Gleise zwischen Bahnhof und den Schranken in der Dieburger Straße ab. Gefunden wurde der Verletzte unter der Triftbrücke - also einem Streckenabschnitt, auf dem keine S-Bahn, sondern die Dreieichbahn fährt.

Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst bei der Versorgung des Verletzten und betreute außerdem die 26 Fahrgäste und den Zugführer, bis das Kriseninterventionsteam der Bahn in Ober-Roden eintraf.

Für die Rettungs- und Ermittlungsarbeiten musste die Bahnstrecke bis 22.30 Uhr gesperrt werden. Ein Zug fiel aus, sieben Züge hatten Verspätung. Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt untersucht jetzt die genauen Umstände des Unglücks. (lö)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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