„Stoppelhobser“ in Ober-Roden beziehen Neubau

Erlaubnis im letzten Moment

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Die kleinen „Stoppelhobser“ haben sich in den neuen Räumen schnell daheim gefühlt. Der Vorstand des Kindergartenvereins plant aber auch Veranstaltungen für Eltern. So soll am 26. Februar eine Benefiz-Tupperparty Geld für die Küchenausstattung bringen.  

Ober-Roden - Die „Stoppelhobser“ sind die ersten Bewohner des Mini-Kindergartens in der Odenwaldstraße 70. Am Montag zogen Kinder und Erzieherinnen aus Containern in den rund 1,75 Millionen Euro teuren Neubau, den sich die „Stoppelhobser“ mit der Arbeiterwohlfahrt teilen.

Am Ende war es für Leiterin Bärbel Bäumler und ihr Team noch einmal knapp geworden. „Die unterschiedlichsten Behörden haben uns keine Steine, sondern Felsen in den Weg gelegt“, klagte sie gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Retter in der Not sei Erster Stadtrat Jörg Rotter gewesen, der sich unter anderem beim Kreis für die „Stoppelhobser“ stark gemacht hätte.

Erst am Freitag um 13 Uhr hatte Bärbel Bäumler die endgültige Betriebserlaubnis für Rödermarks neuesten Mini-Kindergarten in der Hand.

Bis zu 48 Kleinkinder können betreut werden

Acht Erzieherinnen können jetzt zwischen 24 und 48 Kleinkinder betreuen. Wie viel es genau werden, hängt von den Wünschen der Eltern ab: 24 ist die Mindestzahl, wenn alle Kinder fünf Tage pro Woche zwischen 7.30 und 17 Uhr da sind. Benötigen Eltern nur an bestimmten Tagen Betreuung, können die „Stoppelhobser“ die Plätze teilen und bis zu 48 Knirpse aufnehmen.

Die Kinder sind zwischen 10 und 36 Monaten jung, und damit nimmt der Trägerverein nach Aussage von Bärbel Bäumler eine Sonderstellung ein: In den meisten U3-Kitas ist das Mindestalter 12 Monate. Aber auch für diesen Extraservice war eine gesonderte Betriebserlaubnis nötig.

15 Monate lang in Baucontainern

15 Monate waren die „Stoppelhobser“ in Baucontainern ganz vorn an der Odenwaldstraße daheim. Der Betrieb lief, sagt Bärbel Bäumler diplomatisch. Wie eng und provisorisch alles war, sähen sie und ihre Kolleginnen nach dem Umzug: „Seit Montag blühen die Kinder so richtig auf.“

Den Umzug haben Eltern und Erzieherinnen in eineinhalb Tagen mit vereinter Kraft durchgezogen - die Kita blieb in dieser Zeit geöffnet.

Die „Stoppelhobser“ haben sich schon nach vier Tagen gut eingelebt. Die neuen Räume kommen bei Kindern und Eltern offenbar bestens an. Klagen gab"s bisher nur von Müttern, denen der Weg vom Parkplatz zum Eingang an der Gebäuderückseite zu lang war.

Wer ihn einmal mit einem trotzigen Dreijährigen an der Hand, dem kleinen Schwesterchen in der Babytrage und einem Rucksack voller Lieblingkuscheltiere gegangen ist, kann die Kritik nachvollziehen.

Noch Plätze frei

Noch haben die „Stoppelhobser“ Plätze frei. Eltern können zwischen drei Betreuungsmodellen wählen: Ganztagsplatz (260 Euro/Monat, 60 Euro Essenspauschale), Halbtagsplatz (190 Euro, 60 Euro Essenspauschale), geteilte Halbtagsplätze (100 beziehungsweise 150 Euro inklusive Mittagessen). Dieses Timesharing ist aber bis 31. August befristet.

Kontakt: www.stoppelhobser.de

Quelle: op-online.de

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