Wartezeiten

Mehr Tempo ins Bürgerbüro bringen

Urberach - Ab Montag gelten im Bürgerbüro des Rathauses Urberach neue Öffnungszeiten. Sie teilen sich in allgemeine Sprechstunden und in Sprechstunden, für die Termine vereinbart werden müssen.

Erster Stadtrat Jörg Rotter, seit elf Tagen im Amt, verspricht sich von der Neuregelung kürzere Wartezeiten für die Bürger und strukturierteres Arbeiten für die Bediensteten. Sein Ziel: Das Bürgerbüro soll die Visitenkarte des Rathauses sein. Davon ist es momentan weit entfernt. Bürger klagten bei Rotter über lange Wartezeiten, die Stadtmitarbeiter über Personalengpässe. Auf dem Papier hat das Bürgerbüro nämlich sieben Stellen; urlaubs- und krankheitsbedingt sind diese Woche aber nur vier und nächste Woche sogar nur zwei bis drei besetzt.

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Dilemma offenbart sich

„Diesen veränderten Bedingungen passen wir unsere Öffnungszeiten an“, sagte Rotter. Ab dem 15. Juli ist das Bürgerbüro montags bis donnerstags von 8 bis 11.30 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Feste Termine können für dienstags von 7 bis 8 Uhr, donnerstags von 15 bis 18 Uhr und freitags von 7 bis 12 Uhr vereinbart werden. Die Kontaktadresse zur Terminvereinbarung: Tel.: 06074/911-811, service@roedermark.de.

Rotters Hoffnung: Schnell zu erledigende Anliegen wie Meldebescheinigungen oder Führungszeugnisse sollen während der allgemeinen Öffnungszeiten Vorrang haben. Für aufwändigere Dinge wie neue Personalausweise oder Reisepässe sollten Termine vereinbart werden. Die sollten die Bürgerbüro-Mitarbeiter schnellstmöglich vergeben. Eine Zeitvorgabe - spätestens drei Tage nach der ersten Kontaktaufnahme muss der Termin stehen - plane der Magistrat aber nicht. Und nach wie vor gelte: Auch „vergesslichen“ Zeitgenossen, die am Tag vorm Urlaub merken, dass der Reisepass abgelaufen ist, wird geholfen.

Die neuen Zeiten des Bürgerbüros sind wieder deckungsgleich mit den Sprechzeiten der übrigen Verwaltung. Bislang kann’s Bürgern passieren, dass sie im offenen Rathaus vorm geschlossenen Bürgerbüro stehen. Zweigeteilte Sprechstunden sind für Stadtrat Rotter nur ein erster Schritt zu mehr Bürgerservice. Denkbar seien sowohl Wartemärkchen als auch anspruchsvollere technische Lösungen wie die komplette Terminkoordination übers Internet.

(lö)

Quelle: op-online.de

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